Innerrhoden: Mauschelei-Vorwürfe entkräftet

Der ehemalige Innerrhoder Säckelmeister Sepp Moser erhob vor einigen Wochen schwere Vorwürfe gegen die Innerrhoder Standeskommission. Die Staatswirtschaftliche Kommission des Grossen Rats hat diese nun untersucht. In ihrem Bericht sieht sie keinen akuten Handlungsbedarf.

Moser kritisierte unter anderem einen Landverkauf des Kantons an die Kronbergbahnen. Er warf der Standeskommission, also der Regierung, Mauschelei vor. Sie habe diesen Boden zu billig verkauft, da Landammann Daniel Fässler im Verwaltungsrat der Bahnen sei.

Keine erheblichen Mängel festgestellt

Der Grosse Rat wollte im März keine vertiefte Diskussion darüber führen und verlangte auch keine zusätzlichen Informationen. Moser platzierte in der Folge weitere Vorwürfe, worauf die Staatswirtschaftliche Kommission des Grossen Rats aktiv wurde.

Der Bericht der Kommission ist heute veröffentlicht worden. Der Sprecher der Kommission, Ruedi Eberle, hat am Freitag gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» erklärt: «Es ist nicht die Aufgabe der Kommission, zwischenmenschliche Geschichten aufzuarbeiten».

Eine Delegation habe sich mit Sepp Moser getroffen und auch Dokumente eingesehen, schreibt die Kommission nun in ihrem Bericht. Sie habe keine erheblichen Mängel festgestellt. Kleinere Verbesserungsvorschläge habe die Kommission im gewöhnlichen Verfahren aufgenommen, heisst es weiter.

Sepp Moser ist vom Ergebnis nicht überrascht: «Der Bericht stützt sich ausschliesslich auf Protokolle», sagt der ehemalige Säckelmeister gegenüber dem «Regionaljournal» und kritisiert, dass die Kommission seine eigentlichen Aussagen ausser Acht gelassen habe. Das eigentliche Problem in Innerrhoden sei die Machtkonzentration.