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Invasion befürchtet Schwarzmeergrundel bedroht den Bodensee

Nur ein Flusskraftwerk bei Basel stoppte bisher die Ausbreitung der gefürchteten Schwarzmeergrundel in den Bodensee.

Legende: Audio Die Schwarzmeergrundel ist Richtung Bodensee unterwegs. abspielen. Laufzeit 01:26 Minuten.
01:26 min, aus Regionaljournal Ostschweiz vom 06.12.2018.

Die Schwarzmeergrundel ist ein kleiner Fisch. Trotzdem ist sie gefürchtet. Ausgestattet mit einer Art Saugnapf statt einer Bauchflosse, ernährt sich der Fisch unter anderem vom Laich einheimischer Fische und vermehrt sich sehr rasch. 2017 wurde er vom Bundesrat auf die Liste der invasiven Arten gesetzt.

Drastische Folgen für einheimische Fische

Bisher stoppt vor allem das Flusskraftwerk Rheinfelden eine massive Einwanderung rheinaufwärts in Richtung Bodensee. In einem Vorstoss warnt der Thurgauer Kantonsrat Reto Lagler (CVP), eine Ausbreitung der Fischart am Bodensee hätte grosse Folgen für die einheimischen Fischarten bis zu einer vollständigen Verdrängung. Ein solches Desaster gelte es mit allen Mitteln zu verhindern. Er will von der Regierung wissen, welche Massnahmen sie ergriffen habe, um diese ernsthafte Bedrohung abzuwenden.

Die Schwarzmeergrundel beschäftigt allerdings nicht nur die Thurgauer Politik: Die Universität Basel hat 2012 die Forschungsgruppe «Taskforce Grundel» ins Leben gerufen, die sich mit der Ausbreitung der Fische und allfälligen Gegenmassnahmen beschäftigt.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Ist das die Vorhut der Russeninvasion?
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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Prinzipiell hat Herr Brauchli recht. Denn: Wenn ich mein Langzeitgedächtnis einschalte u. alte Landwirte höre, so hätte z.B. Mais /Soja keine Chance sich in unseren Breitengraden zu verbreiten. Das ist/war nur möglich dank intensivem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln/Insektiziden! Seit Jahrhunderten waren z.B. Roggen, Gerste, Hirse, Dinkel, Hafer, usw. die Sorten um die Ernährung von Mensch u. Haustier zu gewährleisten. Ohne Einsatz von Giftstoffen! Sie wurden durch „Neophyten(!?)“ verdrängt
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    1. Antwort von Hans Anreiner (Hans.Anreiner)
      Das kann sein. Bin ich jetzt nicht bewandert. Doch vergleichen lässt sich das nicht. Ich würde die Pflanzenwelt mit der Tierwelt nicht gleichsetzen. Unterliegt sie sicher einer ganz anderen Mechanik diesbezüglich. Hier müsste man einen Biologen zu Rate ziehen. Doch eines ist sicher! Nur weil man bei anderem nicht opponiert hat, muss das bei den Unterwassertieren ja nicht sein, dass wir wegschauen. Keine Ahnung was andere denken, aber mir sind unsere Gewässer noch irgendwie wichtig!
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  • Kommentar von Markus Brägger (Observer)
    Die Schwarzmeergrundel ist ein kleiner Fisch. Der wird ja kaum den Rheinfall überwinden um so in den Bodensee zu gelangen.
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