Kanton Glarus will Gemeinden zur Kasse bitten

Seit rund 15 Jahren nimmt die Glarner Kantonsverwaltung den Gemeinden den Versand und die Bearbeitung der Steuern inklusive Inkasso ab, ohne etwas dafür zu verlangen. Im Rahmen der geplanten Sparmassnahmen soll sich das jetzt ändern.

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Bildlegende: Gemeinden sollen in Zukunft für Dienstleistungen der kantonalen Verwaltung bezahlen. Im Bild das Rathaus von Glarus. ZVG

Es sei in der Schweiz üblich, dass derjenige, der die Arbeiten rund um die Steuererhebung für andere erledige, dafür entschädigt werde, sagt der Glarner Finanzdirektor Rolf Widmer auf Anfrage der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1. Deshalb wolle der Kanton den drei Glarner Gemeinden künftig rund 50 Franken pro Steuerdossier in Rechnung stellen.

Die Gemeinden ihrerseits können demnach auch ihre Leistungen für den Kanton einfordern. Konkret geht es um sogenannte «hoheitlichen Arbeiten» im Wald, die die Revierförster den Gemeinden in Rechnung stellen. Nach Abzug dieser von Widmer auf 150'000 Franken bezifferten Beiträge bliebe dem Kanton unter dem Strich ein Betrag von 1'280'000 Franken. Dies entspricht dem grössten Einzelposten im Massnahmenpaket der Regierung.