Kantonalbanken öffnen sich

Die Ostschweizer Kantonalbanken fahren unterschiedliche Strategien. Die Glarner Kantonalbank verkauft nun Aktien, die Thurgauer Kantonalbank geht mit Partizipationsscheinen an die Börse. Das Ziel der Banken ist aber dasselbe.

Blick auf das Gebäude der Glarner Kantonalbank in Glarus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mehr Eigenkapital und näher zum Volk: Die Kantonalbanken verfolgen mit unterschiedlichen Strategien dieselben Ziele. Keystone

Die Glarner Kantonalbank braucht zusätzliches Eigenkapital. Deshalb sollen für maximal 35 Millionen Franken Aktien gezeichnet werden. Der Kanton behält seinen Anteil von 80 Millionen Franken.

Neben der Kapitalbeschaffung wolle man aber auch näher zu den Glarnerinnen und Glarnern rücken. Sie sollen am Erfolg der Bank beteiligt werden. Das ist auch das Ziel der Thurgauer Kantonalbank, welche diesen Frühling Partizipationsscheine auf den Markt bringt.

Die Graubündner Kantonalbank hat bereits 1985 Partizipationsscheine eingeführt. Das sei ein grosser Erfolg, heisst es auf Anfrage. Die Kundenbindung entsteht unter anderem mit einer jährlichen Versammlung, wo Informationen abgegeben werden.

Allerdings können die Besitzer von Partizipationsscheinen nicht mitreden, weil es keine Generalversammlung gibt. Faktisch ist der Unterschied aber klein: Weil der Kanton Glarus oder auch der Kanton St. Gallen über die Hälfte der Aktien halten, bestimmt schliesslich immer noch der Kanton.