Kleine Gemeinden, hohe Lebensqualität

Wie sauber ist ihre Gemeinde, wie sicher und hat es genügend Kindertagesstätten? Die Fachhochschule St. Gallen lanciert ein neues Gemeinde-Rangliste im Internet. Die bisherigen Ranglisten berücksichtigen nur objektive Zahlen. Deshalb soll nun auch der subjektive Eindruck zählen.

Gemeinde Flums aus der Luft Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Flums liegt auf Rang 1 - vorerst. Die Gemeinde erhält gute Noten im Bereich Zusammenleben, Arbeit und Mobilität. ZVG

Es gibt Ranglisten der besten Gemeinden, bespielsweise das Magazin «Weltwoche». Diese zeigen, wo die Lebensqualität in der Schweiz am höchsten ist. Sie beruhen auf objektiven Daten, wie Zahlen.

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So lebt die Schweiz:

Bisher haben über 300 Gemeinden an der Umfrage teilgenommen vor allem aus der Ostschweiz. Bereits Interesse wurde aus dem Tessin oder dem Welschland angekündigt. Damit die Bewertung aussagekräftig ist, müssen weitere Gemeinden dazukommen. Insgesamt gibt es über 2000 Gemeinden in der Schweiz. Die Plattform bleibt uneingeschränkt aktiv und online.

Objektives und subjektives Empfinden vereinen, hat sich die Fachhochschule St. Gallen vorgenommen. Eine Internetplattform wurde in den letzten zwei Jahren auf die Beine gestellt. Finanziert durch die Gebert Rüf Stiftung - Kostenpunkt knapp 300'000 Franken.

27 Fragen müssen die Einwohner der Gemeinden beantworten (Zur Umfrage). Fragen rund um das Wohnen, Arbeit und Bildung, Infrastruktur oder Zusammenleben. Ziel: Die Einwohner können ihre Gemeinde mit anderen vergleichen. Zusätzlich können die Behörden dank den Erkenntnissen Massnahmen treffen, so Sara Kurmann, Leiterin Ostschweizer Zentrum für Gemeinden an der Fachhochschule St. Gallen.

Bisher könne gesagt werden, dass gerade Einwohner kleiner Gemeinden ihre Lebensqualität hoch bewerten. Nicht etwa wie angenommen Gemeinden, wo die Steuern tief sind oder die Infrastruktur besonders gut.