Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Konkrete Massnahmen gegen den Klimawandel waren umstritten. abspielen. Laufzeit 03:28 Minuten.
03:28 min, aus Regionaljournal Ostschweiz vom 13.06.2019.
Inhalt

Klimadebatte Kantonsrat St. Galler Kantonsräte wälzen Klimavorstösse

Der St. Galler Kantonsrat behandelte rund 50 Vorstösse zum Thema Klima. Es galt eine Redezeitbeschränkung.

Der St. Galler Kantonsrat beschäftigte sich einen Tag lang mit der Energie- und Klimapolitik. Das links-grüne Lager und die CVP-Glp-Fraktion votierten für Klimaschutz. Die Bürgerlichen Parteien FDP und SVP

Ernüchternde Bilanz

Das Energiekonzept des Kantons St. Gallen gilt noch bis 2020. Ziel ist es, den CO2-Ausstoss gegenüber 1990 um einen Fünftel zu verkleinern. Die vorläufige Bilanz ist ernüchternd, so Bauchef Marc Mächler.

Das Ziel wird deutlich verfehlt.
Autor: Marc MächlerRegierungsrat

Das Ziel werde deutlich verfehlt, räumte Bauchef Marc Mächler ein. «Die Kantone werden bei der Annahme des CO2-Gesetzes stark gefordert», so der FDP-Regierungsrat. Das neue Energiekonzept stellte er für 2020 in Aussicht.

Der Bericht Klima- und Energiepolitik der St. Galler Regierung schlägt zwei Handlungsoptionen vor. Erstens soll bis 2023 die Hälfte der fossilen Heizungen auf erneuerbare Energiesysteme umgestellt werden. Zur Unterstützung wird für die kommenden vier Jahre ein Sonderkredit von 10 Millionen Franken vorgeschlagen.

Knappe Mehrheit für Pariser Klimaabkommen

Die Ziele des Pariser Klimaabkommens von 2015 sollen als Grundlage für das Energiekonzept 2021-2030 anerkannt werden. Das Abkommen verpflichtet erstmals alle Staaten zur Reduktion der Treibhausgasemissionen. Sie sollen bis 2030 halbiert und bis 2050 auf Null gesenkt werden.

Damit wird die bisherige Unterscheidung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern weitestgehend aufgehoben. Einzig die USA verabschiedeten sich 2017 vom globalen Klimaabkommen.

Der Auftrag der CVP-GLP-Fraktion, sich zu den Klimazielen des Pariser Abkommens zu bekennen, wurde mit 57 Ja gegen 48 Nein knapp angenommen. Die Regierung wird damit verpflichtet, Klimaneutralität für 2050 als Grundlage für die kantonale Klima- und Energiepolitik zu verwenden.

50 Vorstösse

Die Vorstösse bezogen sich zum Beispiel auf die Förderung von Dämmmassnahmen und technischen Heizungsoptimierungen oder auf Wasserzinsen. Damit die Fülle der Vorstösse abgetragen werden konnte, galt eine Redezeitbegrenzung.

Erfolgreiche Vorstösse

Waldbesitzer sollen höhere Abgeltung erhalten. Pro Kubikmeter Soll-Holznutzung sollen zehn Franken bereitgestellt werden.

Die Kantonsräte bekennen sich mit 57 Ja gegen 48 Nein Stimmen zu den Klimazielen von Paris.

Für den Ersatz von fossilen Heizungen wurde ein Sonderkredit von 10 Millionen Franken beschlossen.

Kantonsratsausflüge werden zwar nicht abgeschafft, sie sollen aber klimaschonend gestaltet werden. Dafür werden entsprechende Mittel bereitgestellt.

Zwei Vorstösse, die Fahrzeugsteuern betreffen wurden gutgeheissen. Die Fahrzeuge sollen nach der Ökobilanz besteuert werden.

Legende: Video Wahlkampfthema «Klima» – auch bei der St. Galler SVP abspielen. Laufzeit 03:47 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 13.06.2019.
Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
    Kantonsratsausflüge werden klimaschonend gestaltet und dafür werden Mittel bereitgestellt? Also bitte, steigt im den Zug, 2. Klasse und benutzt Eure Beine, so wie andere Leute, Eure Untertanen auch. Oder braucht jeder Kantonsrat jetzt einen Tesla? So können natürlich auch Kosten generiert werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jürg Brauchli  (Rondra)
    Ui, eine Idee jagt die andere. Jeder will und muss nun scheinbar, wenn auch nur aus Prestige, dabei sein im Strudel der Klimarettung. Alle haben Angst, sonst Wählerstimmen zu verlieren und genau auf diese Art verzettelt man sich. Am Schluss hat man? Nichts, aber Hauptsache man war dabei.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen