Strengere Kontrollen Königinnen könnten Seuchen einschleppen

Die Halter von Bienen sollen ab 2017 strenger kontrolliert werden. Das fordert das Amt für Verbraucherschutz des Kantons St. Gallen. Gewarnt wird zudem vor dem Schmuggel von Bienenköniginnen. «Dadurch könnten Seuchen eingeschleppt werden», warnt der kantonale Bieneninspektor Hans Sonderegger.

Bieneninspektor Hans Sonderegger vor seinem Bienenstock in Altstätten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bieneninspektor Hans Sonderegger vor seinem Bienenstock in Altstätten. SRF

Gezüchtete Bienenköniginnen könnten einfach und unbemerkt in einer Zündholzschachtel über die Grenze gebracht werden, warnt der kantonale Bieneninspektor Hans Sonderegger. Damit bestehe das Risiko der Einfuhr von Seuchen. Es geht dabei um bakteriell bedingten Krankheiten wie «Faulbrut» und «Sauerbrut» oder die Einschleppung des «Beutenkäfers». Bienen können nicht einfach aus dem Ausland eingeführt werden. Eine Sendung müsse mindestens zehn Tage vor der Einfuhr dem zuständigen Kantonstierarzt gemeldet und von einem «Traces-Gesundheitszeugnis» begleitet werden.

Imker stärker kontrollieren

Bienenspektoren werden künftig bei Imkern die Hygiene der Honigproduktion überprüfen, aber auch ob Imker nur die von Swissmedic zugelassene Mittel und Methoden einsetzen. Kontrolliert wird weiter die Gesundheit der Bienen und ob die Bienenstände gegen aussen gut sichtbar gekennzeichnet sind. Zudem muss aufgeführt werden, wo und wann Bienenvölker beispielsweise auf andere Bienenstände verbracht, verkauft oder allenfalls aufgelöst wurden.