Kunstmuseum St. Gallen forscht nach möglicher Raubkunst

Die Verantwortlichen des Kunstmuseums St. Gallen wollen von rund 150 Werken genauer wissen, woher sie stammen. Vor allem bei Werken, die während des Nationalsozialismus gehandelt worden waren, gibt es offene Fragen.

Kunstmuseum St. Gallen von aussen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nicht bei jedem Werk im Kunstmuseum St. Gallen ist die Herkunft des Bildes abschliessend geklärt. SRF

Befindet sich in der Sammlung des St. Galler Kunstmuseums Raubkunst aus der Zeit des Nationalsozialismus? Dieser Frage wollen die Verantwortlichen des Kunsthauses genauer nachgehen. Wie Museums-Direktor Roland Wäspe gegenüber Radio SRF bestätigt, beantragt das Museum dazu 45'000 Franken beim Bundesamt für Kultur. Dieses stellt zu Forschungszwecken insgesamt zwei Millionen Franken zur Verfügung. Roland Wäspe betont: «Wir wollen mit diesen Nachforschungen Klarheit schaffen und Spekulationen aus der Welt räumen.»

Dass die Herkunft gewisser Bilder des Museums erforscht wird, passiert in St. Gallen nicht zum ersten Mal. Inzwischen hätten sich jedoch die Forschungsmethoden verändert, weshalb es sich lohne, weitere Abklärungen zu treffen.