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Zu Besuch bei der Laufentenvermieterin Judith Geisser: «Die Tiere sind sehr amüsant»
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 06.09.2020.
abspielen. Laufzeit 04:14 Minuten.
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Lebende Schädlingsbekämpfer Die «Rossschnecken-Vernichter» aus Mörschwil

In der Ostschweiz bisher noch wenig bekannt, gibt es nun auch hier eine Laufentenvermietung.

Sie schnattern wie normale Enten, sind aber grösser, haben einen aufrechten Gang und Rossschnecken sprichtwörtlich zum Fressen gern: Laufenten. Ursprünglich aus Südostasien, wurden die scheuen aber pflegeleichten Tiere Mitte des 19. Jahrhunderts nach Europa eingeführt. Im Gegensatz zu früher werden Laufenten heutzutage jedoch nicht mehr so oft gehalten.

Wenn aus einem Hobby mehr wird

Die Familie Geisser aus Mörschwil SG hat seit rund drei Jahren Laufenten. Seit Anfang Jahr bietet sie einen Laufentenverleih an. «In anderen Teilen der Schweiz gibt es das bereits, zum Beispiel in der Innerschweiz. In der Ostschweiz kennt man das meines Wissens aber noch kaum», sagt Judith Geisser. Deshalb vermietet sie ihre sechs Laufenten mit den Namen Ronja, Wiliam, Edi, Emil, Lisa und Britta nun, damit diese in den Gärten ihrer jeweiligen Mieter auf Rossschneckenjagd gehen – als ökologische Alternative zu Schneckenkörnern.

Portrait Judith Geisser
Legende: Judith Geisser vermietet Laufenten. SRF

Positive Erfahrungsberichte

Einer der «Abnehmer» von Geissers Laufenten ist Flavio Conte aus Uttwil TG. «Auch wir hatten ein Schneckenproblem in unserem Garten», sagt er. Und, ist er zufrieden? «Ja, es wirkt – vorläufig. Wir haben deutlich weniger Rossschnecken im Garten.» Auch gefalle ihm die amüsante Art der Laufenten, weshalb man ihnen lange zuschauen könne. Auch die Nachbarn hätten keine Problem mit dem Geschnatter im Garten.

Ein Ei von einer Laufente.
Legende: Positiver Nebeneffekt: Die Laufenten-Weibchen legen ungefähr jeden zweiten Tag ein Ei. Diese kann man gut durchgekocht auch essen. SRF

Die Familie Giger aus St. Gallen teilt die Einschätzung von Flavio Conte. Auch sie mietete vor Kurzem drei Laufenten aus Mörschwil und ist zufrieden. «Die grösste Freude hatte aber wohl unser zweijähriger Sohn», sagt Mutter Larissa Giger. «Für ihn war das Highlight des Tages jeweils die Enten am Morgen aus ihrem Stall zu lassen und dann nachzuschauen, ob sie ein Ei gelegt hätten.» Dies sei zum Glück immer der Fall gewesen.

Video
Miet-Enten gegen Schneckenplage
Aus Schweiz aktuell vom 05.10.2016.
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Regionaljournal Ostschweiz, 17:30 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Esther Jordi  (EstherJ.)
    Ganz tolle Idee! Hoffentlich findet die Nachahmer!
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  • Kommentar von Alexander Hug  (Hugovic)
    Was für eine tolle Strategie zur Schneckenbekämpfung. Mit Schneckenkörnern werden die Nacktschnecken nur vorübergehend zurückgedrängt. Dauerhaft bekämpft werden durch die blauen Körner nur die natürlichen Feinde der Nacktschnecken, welche nach dem Verzehr der vergifteten Schnecken elend zu Grund gehen: Tauben, Meisen, Spitzmäuse, Igel, und in meinem Falle: Wachteln. Hätte ich nur ein bichen mehr Land, damit ich diese Laufenten halten könnte...
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  • Kommentar von Hans Ruf  (Ü70)
    Schön, nach all den negativen und zermürbenden Nachrichten, wieder einmal was schönes zum lesen. Danke auch an die Tierhalter, die uns diese Wesen näherbringend und deren Wert uns aufzeigen.
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