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Mehr Biodiversität 500 Franken für dicke, alte Bäume

  • Für alte, ökologisch wertvolle Bäume zahlt der Kanton Thurgau den Waldbesitzern eine Entschädigung, sofern diese auf die Nutzung der Bäume verzichten.
  • Für eine Buche mit einem Durchmesser von über einem Meter werden beispielsweise einmalig rund 500 Franken ausbezahlt.
  • Mit der Massnahme sollen in bewirtschafteten Wäldern Lebensraumstrukturen für Insekten, Vögel, Pilze etc. erhalten bleiben.

Alte, dicke Bäume seien im gut erschlossenen und intensiv bewirtschafteten Thurgauer Wald eher selten, heisst es in einer Mitteilung des Thurgauer Forstamtes. Der Schutz sogenannter Habitatbäume sei wichtig, da sie lebensnotwendige Nischen für seltene oder gefährdete Arten bieten.

Habitatbäume

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Gemäss dem Thurgauer Forstamt zeichnen sich Habitatbäume durch Höhlen, Faulstellen und Totholz am Stamm oder in der Krone, Risse, Alt- und Kronenbrüche, extreme Wuchsformen oder starken Moos-, Efeu- oder Flechtenbewuchs aus. Diese Strukturen seien wertvolle Lebensräume für Vögel, Insekten, Pilze oder Fledermäuse. Habitatbäume seien meist alte und dicke Bäume.

Im Rahmen der Vereinbarungen über den neuen Finanzausgleich fordert der Bund neu den Schutz von Habitatbäumen. Im Kanton Thurgau können Einzelbäume seit Anfang 2018 mittels Vertrag für 50 Jahre unter Schutz gestellt werden. In dieser Zeit darf der Baum nicht genutzt werden und muss im Wald bleiben, auch wenn er abstirbt.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Der Kanton Thurgau geht mit gutem Beispiel voran. Danke! Unsere Umwelt und das Ökosystem leiden immer mehr durch die Ausbeutung und Zerstörung des Menschen. Insekten- und Vogelsterben. In Bayern haben sie das schon längst erkannt und zusammen mit Waldbesitzern und Bauern wird endlich etwas unternommen. Bäume in den Wälder dürfen wieder verrotten und bringen mehr neues Leben. Immer mehr Bauern betreiben ihre Felder ökologischer und mehr Tierwohl im Stall mit viel Auslauf.
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