Landsgemeinde Glarus Neues Baugesetz schafft Probleme

Glarus Nord muss viel Bauland auszonen. Gemäss dem Gemeindepräsidenten Martin Laupper hat dieses einen Wert von 200 bis 300 Millionen Franken. Nach der Landsgemeinde hat Glarus Nord nun ein Problem. Das Geld für die Entschädigung von Auszonungen fehlt.

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Bildlegende: Der Bund will die Bauzonen schweizweit reduzieren. Gemeinden wie Glarus Nord müssen besonders viel rückzonen. SRF/Philipp Gemperle

  • Die Glarner Landsgemeinde stimmte dem neuen Raumentwicklungs- und Baugesetz ohne Änderungen zu.
  • Dieses Gesetz musste angepasst werden, weil der Bund neue Vorgaben macht. Das Ziel ist, dass weniger grüne Wiese verbaut wird.
  • Die Gemeinde Glarus Nord hat viel zu viel Bauland eingezont. Dieses muss nun ausgezont werden. Gemäss Gemeindpräsident Laupper hat dieses einen Wert von 200 bis 300 Millionen Franken.
  • Laut dem neuen Baugesetz sollen die Landbesitzer durch Einnahmen aus der Mehrwertabgabe entschädigt werden; also aus Abgaben, welche von Landbesitzern kommen, deren Land von billigem in teures Land umgezont wird.
  • Dieser Topf sei aber leer und die Gemeinde Glarus Nord dürfe kein Land einzonen, sagt Laupper. Deshalb sei unklar, wer für die Entschädigungen aufkommen muss.
  • Laupper rechnet mit Gerichtsfällen. Eine gute Übergangslösung müsse noch gefunden werden.