Ostschweizer Jäger werben für Fuchspelz

Schweizer Fuchsfell könne mit gutem Gewissen getragen werden. Das sagen die Ostschweizer Jäger. Sie wollen dem Pelzverkauf wieder Auftrieb verleihen. Schliesslich müsse der Fuchsbestand so oder so reguliert werden. Stimme nicht, sagen die Tierschützer und wehren sich.

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Bildlegende: In der Schweiz werden jährlich rund 30'000 Rotfüchse geschossen. naturpix.ch/Gansner-Hemmi

Ein Fuchsfell kostet heute rund 20 Franken. Die Nachfrage bestimmt den Preis und diese ist nach wie vor zurückhaltend. In vielen Köpfen sind Vorurteile gegenüber der Fuchsjagd verankert. Tierschützer haben in den letzten Jahren Anti-Pelz-Kampagnen gefahren.

Schulen über Jagd informieren

Mit den Vorurteilen wollen die Ostschweizer Jäger aufräumen. Die Öffentlichkeit müsse besser informiert werden, findet beispielsweise Beat Angerer, Präsident der Bündner Jäger. Schliesslich müsse man den Fuchs abschiessen, um den Fuchsbestand zu regulieren. Der Fuchs sei ein Raubtier und auch ein Träger von vielen Krankheiten, erklärt Angerer. Weil Abschüsse nötig seien, sei auch die Verwertung des Fuchsfelles gerechtfertigt.

Das Fuchsfell sei ein wertvolles Material für Kleider, dies wolle man der Bevölkerung wieder bewusst machen. Eine Idee ist, in den Schulen zu informieren. Damit hoffen die Jäger, dass die Nachfrage steigt.

Tierschützer gegen Abschuss

Der Fuchsbestand reguliere sich selber, argumentieren Tierschützer. Im Kanton Genf gäbe es seit 40 Jahren ein Jagdverbot und da habe es keine Probleme gegeben. Deshalb sieht die Organisation Vier Pfoten nicht ein, warum die Tiere überhaupt geschossen werden müssen.

Die Tierschutzorganisation ist auch gegen den Verkauf von Fuchsfellen. Es sei kein Argument, das Fell zu verwerten, nur weil die Tiere tot sind, sagt Chantal Häberling gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz». Dies sende ein falsches Signal.