Ostschweizer kaufen mehr Waffen

Das Interesse an neuen Waffen scheint in den Ostschweizer Kantonen gross. Die Gesuche für einen Waffenerwerbsschein haben fast rundum zugenommen - im Schnitt gegen 25 Prozent. Die Polizei rätselt über die Gründe.

Eine Frau hält eine Pistole in der Hand. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ostschweizer Kantone verzeichnen einen markanten Anstieg an Gesuchen für einen Waffenerwerbsschein. Keystone

Graubünden, Ausserrhoden, Thurgau, St. Gallen - die Bilder gleichen sich in den Ostschweizer Kantonen: Überall sind die Gesuche um Waffenerwerbsscheine angestiegen. Gegenüber dem Vorjahr gab es im Kanton Graubünden ein Plus von 28 Prozent, in Ausserrhoden 25 und St. Gallen gegen 20 Prozent. Was die Gründe für den Anstieg sind, darüber rätseln die Kantonspolizeien.

Von Sammlern bis Terrorangst

Die Frage der Zunahme lasse sich nicht schlüssig beantworten, heisst es etwa bei den Kantonspolizeien Graubünden und Ausserrhoden. «Wir sind über das Ausmass überrascht», sagt auch Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der St. Galler Kantonspolizei. Auch wenn die Gründe für die Zunahme sicherlich vielschichtig seien, spiele seines Erachtens der internationale Terror eine Rolle.

Eine mögliche andere Erklärung hat die Thurgauer Kantonspolizei. Es gebe Anzeichen dafür, dass Waffensammler für den Anstieg verantwortlich sind. «Es gibt neue Waffenmodelle auf dem Markt, die die Sammler gerne haben wollen», sagt Andy Theler von der Thurgauer Kantonspolizei.

Eine gestiegene Nachfrage bei den neuen Modellen bestätigen denn auch die Waffenhändler. Dieser Trend sei eindeutig.