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Legende: Audio «Ende Mai bin ich arbeitslos», Renzo Andreani, Gemeindepräsident Herisau abspielen. Laufzeit 01:25 Minuten.
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 17.03.2019.
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Quereinsteiger gewinnt Herisauer Gemeindepräsident abgewählt

Renzo Andreani (SVP) ist seit fünf Jahren Gemeindepräsident vom Appenzell Ausserrhoder Hauptort Herisau. Nun wurde der Favorit überraschend abgewählt. Sein einziger Konkurrent um das Gemeindepräsidium, der politische Quereinsteiger und parteilose Kurt Geser, erhielt 1840 Stimmen, Andreani 1564 Stimmen.

Ich bin total überrascht und zutiefst enttäuscht.
Autor: Renzo AndreaniGemeindepräsident Herisau

Gesers Kandidatur war speziell, weil der 58-jährige Geser seit dem vergangenen September in leitender Funktion für die Gemeinde Herisau arbeitet. Er forderte also erfolgreich seinen Chef heraus.

In einer schriftlichen Stellungnahme schreibt Andreani: «Ich bin total überrascht und zutiefst enttäuscht. Das habe weder ich noch hat irgendjemand aus meinem weiteren Umfeld erwartet. Das bedeutet, dass ich nur noch bis Ende Mai im Amt sein werde. Was danach kommt, weiss ich nicht.»

Er müsse das Resultat nun zuerst verarbeiten und sich Gedanken über seine Zukunft machen.

Der Überraschungs-Sieger

Eine komplett andere Gefühlslage herrscht natürlich bei dem Sieger Kurt Geser: «Ich fühle mich gut. Vom absoluten Überraschungskandidaten zum absoluten Überraschungsresultat», sagt er gegenüber Radio SRF.

Er habe mit 50 Prozent Wahlchancen gerechnet. Dass er nun tatsächlich gewählt wurde, sei aber schon eine «kleine Sensation in Herisau».

Der klare Favorit

Bis kurz von den Wahlen sah es so aus, als wäre Andreani der einzige Kandidat und somit praktisch bereits gewählt. Mit Kurt Geser kam es aber dann doch noch zu einer Gegenkandidatur.

Weitere Niederlage für die SVP

Auch in Bühler AR wurde die amtierende und langjährige SVP-Gemeindepräsidentin Inge Schmid abgewählt. Neu gewählter Gemeindepräsident ist der parteilose und bisherige Gemeinderat Jürg Engler. Er erhielt mit 372 Stimmen 72 Stimmen mehr als Inge Schmid.

Die langjährige Gemeindepräsidentin und ehemalige Ausserrhoder Regierungsratskandidatin Inge Schmid galt als Wackelkandidatin. Engler trat gegen sie an, weil er mit der Führung von Inge Schmid nicht zufrieden war.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Andeer  (Dany58)
    Ich denke, dem Stimmvolk ging es nicht um die Person Renzo Andreani, sondern um die Partei SVP. Renzo Andreani hat einen super Job gemacht, mit seiner sozialliberalen Einstellung ist er einfach in der falschen Partei. Die Häufung der Skandale von SVP Politikern in jüngster Zeit und die populistische Neinsager-Politik dieser Partei haben sich berechtigterweise im Wahlresultat niedergeschlagen. Mal sehen, wie in Zukunft in weiteren Kantonen und auf Bundesebene gewählt wird.
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    1. Antwort von Samuel Müller  (Samuel Müller)
      Ja, würde vielen passen wenn es gegen die SVP gewesen wäre.
      Aber das ist eine Beschlnigung, denn es gab auch eine Menge anderer deutlich persönlichere Gründe.
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  • Kommentar von Werner Portmann  (Jackson)
    Sachpolitik vor Parteiengeplänkel muss der Weg sein, im Interesse der Stimmbürger und des Landes. Ich hoffe sehr, dass viele weitere Beispiele folgen werden. Mit den heutigen modernen Kommunikationsmittel wirds immer einfacher, sich auch ohne Parteizugehörigkeit bekannt zu machen. Jede fähige Person hat eine Chance verdient
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  • Kommentar von Werner Portmann  (Jackson)
    Da scheint Herr Andreani in Herisau doch einiges falsch angepackt zu haben, die Quittung der Stimmbürger zeigt es.
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