Raiffeisen will nicht gegen US-Gesetz verstossen haben

Raiffeisen teilt sich in die Kategorie 3 ein, um den Steuerstreit mit den USA beizulegen. Kategorie 3 ist für jene Banken gedacht, welche beweisen können, dass ihre amerikanischen Kunden kein unversteuertes Geld bei ihnen lagern.

Eine Frau marschiert vor der Raiffeisen in St. Gallen durch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nach reiflichem Überlegen hat sich die Raiffeisen in Kategorie 3 eingeteilt. Keystone

Man werde nun als Gruppe beim US-Justizdepartement einen Letter of Intent für Kategorie 3 einreichen und bis Ende April 2015 auch den notwendigen Bericht liefern. Ende des letzten Jahres hatte die Bankengruppe noch gezögert und mitgeteilt, sich entweder für Kategorie 3 oder Kategorie 4 anzumelden.

«  Unsere Analysen haben gezeigt, dass Kategorie 3 für uns richtig ist. »

Franz Würth
Mediensprecher Raiffeisen-Gruppe

Kategorie 3 ist für jene Banken gedacht, die beweisen können, dass sie nicht gegen US-Gesetze verstossen haben, sprich ihre US-Kunden keine unversteuerten Gelder bei ihnen horten. Kategorie 4 ist dagegen für jene Banken, die lediglich regional tätig sind und keine US-Kunden haben.

Am US-Steuerprogramm nehmen auch andere Ostschweizer Banken teil. Die Appenzeller und die Glarner Kantonalbank teilen sich in die Kategorie 4 ein, die Thurgauer in Kategorie 3.

Die Bank Linth hat sich für Kategorie 2 entschieden, die Liechtensteiner Landesbank mit Sitz in Vaduz für Kategorie 1. Gegen sie wurde bereits ein Strafverfahren eröffnet wurde. Die Liechtensteiner Landesbank geschäftet auch in der Ostschweiz und lässt sich unter anderem von der Bank Linth vertreten.