Zum Inhalt springen

Ostschweiz Rheintaler Salafist im Konflikt mit Gesetz

Seit bald 25 Jahren lebt der bosnische Familienvater Emir Tahirovic in der Schweiz. Weil er die salafistische Glaubensauslegung des Islams befolgt, kommt er mit der hiesigen Schulordnung in Konflikt. Die SVP und CVP des Kantons St. Gallen fordern, dass die Behörden das Ausländergesetz verschärfen.

Legende: Video Salafist Emir Tahirovic erklärt sich abspielen. Laufzeit 4:42 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 30.10.2015.

Er selbst bezeichnet sich als Rheintaler, der früher gut integriert gewesen sei. Er befolge die Schweizer Gesetze. Ausser wenn es um die Erziehung seiner minderjährigen Töchter gehe. Sein Glaube verbiete ihm, dass seine Töchter gemeinsam mit Buben den Schwimmunterricht in der Schule besuchten. Deshalb bringt er ihnen das Schwimmen selber bei. Auch am Schullager nehmen die Kinder nicht teil. Eine junge Muslima dürfe nicht ohne Eltern ausserhalb des Elternhauses übernachten.

Mitmenschen wenden sich ab

Emir Tahirovic fühlt sich bevormundet. Die Behörde würde ihm vorschreiben, wie seine Kinder baden sollen, wie er sich kleiden müsse. Er fühlt sich in seinem Glauben beschnitten. Die Bevölkerung wiederum geht auf Distanz zum strenggläubigen Moslem. Auch einige muslimische Gemeinschaften und Kulturvereine meiden ihn.

Verpflichtende Integration mit Sanktionen

Dieses Unbehagen in der Bevölkerung hat die Politik auf den Plan gerufen. Ein Komitee bestehend aus SVP-Politikern der Region Rheintal forderte im September die Kantonsregierung mittels Petition auf, der Familie die Aufenthaltsbewilligung zu entziehen.

Die CVP St. Gallen versucht über ein Standesbegehren, schärfere Sanktionsmöglichkeiten durchzusetzen, falls Ausländer die Rechtsordnung nicht akzeptierten.

Das Begehren wird voraussichtlich Ende November im Kantonsrat behandelt.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

42 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Hat nicht ein Immam kuerzlich bemerkt, es gebe keine moderaten Moslems, sondern nur MOSLEMS.. entweder er glaubt und lebt nach dem Koran oder er ist kein Moslem... Leute DAS ist doch was... darauf kann man aufbauen.. daraus kann man erkennen WAS auf uns zukommt...!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      Erdogan wars, der das in aller Öffentlichkeit erklärte.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Maligan Jury (jury maligan)
    Ich verstehe nicht, was Menschen in einem Land verloren haben, deren Sitten und Gebräuche sie nicht respektieren und sich nicht integrieren wollen. Da kommt die Familie aus Bosnien und es sind Muslimen. Der Mann möchte zurück nach Bosnien. Normalerweise bestimmt im Islam der Mann, was die Familie zu tun hat. Aber alle lassen sich wohl lieber vom Schweizer Sozialwesen durchfuttern und in einer schönen Wohnung leben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    Wieso wandern solche Leute in westl.Länder aus, wo sie doch dort ihre Kultur, eine eigentliche Westophobie, weder über die Gesetze noch über unsre langgewachsene Gesellschaftsordnung stellen können. Sie tun es, weil westl.Regierungen in ihrer naiven Toleranz unfähig sind, konsequent die Gesetze durchzusetzen. Uva ist Religionsfreiheit das grösste Defizit, selbst bei moderaten Muslimen. Zunahme dieser Parallelgesellschaft ist vorprogrammiert, immerhin ca. 50Mio in Europa, etwa 1/2Mio in der CH.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen