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Genügend Plätze in Sils
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Sitzgelegenheit im Engadin Jedem dritten Dorfbewohner ein Bänkli

Eine Sponsoring-Aktion aus den 1990er-Jahren fordert die Gemeinde Sils noch heute.

«Das Sitzbänkli-Paradies» titelte unlängst die Bündner Zeitung Engadiner Post und schrieb von einem «Luxusproblemli». Im Fokus der Berichterstattung stand das bündnerische Sils mit seinen rund 260 Sitzbänken auf dem Gemeindegebiet. Seit einer Sponsoring-Aktion des Kurvereins Anfang der 1990er-Jahre können Privatpersonen bei der Gemeinde eine Sitzbank erwerben.

Für jeden Dorfbewohner einen Sitzplatz

Das Interesse an der Aktion war in den vergangenen Jahren so gross, dass die Bänkli am Ufer des Silsersees mittlerweile in einem Abstand von 40 Metern zueinander stehen. Würden sich die Silserinnen und Silser zu dritt ein Bänkli teilen, wäre für die gesamte Dorfbevölkerung eine Sitzgelegenheit vorhanden.

Man will keine Invasion von Bänken in der Landschaft.
Autor: Gemeinde Sils

Vor zwei Jahren sah sich die Gemeinde gezwungen, der wachsenden Zahl der Bänkli einen Riegel zu schieben. Nun werden keine zusätzlichen Sitzbänke mehr aufgestellt, bei Bedarf werden lediglich defekte Bänke ersetzt. «Man will keine Invasion von Bänken in der Landschaft», schreibt die Gemeinde im Bestellformular für die Bänkli.

Aufwendig im Unterhalt

Pro Woche melden sich bezüglich der Bänkli rund zwei Interessenten, sagt Lorena Picenoni, Leiterin der Einwohner- und Fremdenkontrolle in Sils: «Via Telefon, E-Mail – viele kommen auch an den Schalter.» Das Interesse sei ungebrochen, obwohl der Preis für ein Bänkli von ursprünglich 1000 Franken mittlerweile auf 2500 Franken erhöht wurde.

Mit dem Geld wird nebst dem Bänkli auch dessen Unterhalt finanziert. Gemeindemitarbeiter befreien die Bänkli jeweils vom Schnee oder bauen sie für die Überwinterung ab. Auch der Austausch mit potenziellen Bänkli-Sponsoren sei aufwendig, sagt Picenoni. Zudem werden die Sitzbank-Standorte in Sils von Gemeindemitarbeitern kartiert und digital erfasst.

«Limit» auch in der Nachbargemeinde erreicht

Sils ist nicht die einzige Gemeinde im Engadin, in der Privatpersonen ein öffentliches Bänkli sponsern können. In der Nachbargemeinde Silvaplana beispielsweise ist das Interesse zwar geringer, jedoch sei auch dort mit 80 bis 90 Bänkli ein «Limit» erreicht, heisst es bei der Gemeinde. Wie in Sils werden interessierte Bänklisponsoren mittlerweile auch in Silvaplana auf eine Warteliste gesetzt.

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