Spital Heiden Spital Heiden wird zum Notfall

Das Spital Heiden sorgt mit Defiziten und Leistungsabbau seit längerem für Schlagzeilen. Am Montag gab der Spitalverbund Ausserrhoden bekannt, dass die Zahl der Patienten gesunken ist. Politiker fordern Massnahmen, um diesen Trend zu stoppen und wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen.

Ärzte im Operationssaal Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Spital Heiden wird nicht mehr operiert - genügt das Angebot noch für ein Regionalspital? Keystone

Für SVP-Kantonsrat Edgar Bischof ist klar: Mit den Defiziten kann es so nicht weitergehen. Er fordert deshalb eine Strategie, die das Spital wieder attraktiver für die Bevölkerung macht. Auch SP-Präsident Yves Balmer wünscht sich ein Bekenntnis der Einheimischen zu ihrem Spital. Es sei wie bei den Dorflädeli - alle bedauern, wenn sie geschlossen werden, aber sie kaufen trotzdem nicht dort ein.

«  Wichtig ist jetzt ein Bekenntnis der Bevölkerung zum Spital »

Yves Balmer
SP-Parteipräsident

FDP-Fraktionspräsidentin Annette Joos dagegen meint, der Kanton müsse mit den Defiziten für seine Spitäler leben. Die Bevölkerung solle Gelegenheit bekommen, darüber zu entscheiden, wieviel das Gesundheitswesen kosten dürfe. Auch der Präsidenten der Parteiunabhängigen, Andreas Zuberbühler, ist für eine offene Diskussion rund um die Zukunft der Spitäler. Auch eine Spitalschliessung dürfe kein Tabu sein, wenn alle anderen Optionen nichts gebracht haben und dies von der Bevölkerung mehrheitlich gewünscht wird.