St. Gallen eröffnet Asylunterkunft in Weesen

65 bis 85 Asylsuchende ziehen in ein ehemaliges Altersheim in Weesen am Walensee ein. Der Kanton St. Gallen will damit den anhaltend hohen Zustrom von Asylsuchenden bewältigen. Die Unterkunft steht aber nur bis Ende Jahr zur Verfügung.

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Bildlegende: Der Kanton und die Gemeinde informierten die Bevölkerung von Weesen je mit einem Informationsblatt. SRF

Mit dieser temporären Asylunterkunft in Weesen könne die aktuell angespannte Situation etwas entschärft werden. Das teilte das Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen am Montagabend mit.

Ende Januar war die befristete Asylunterkunft in der Zivilschutzanlage Weier in Wildhaus-Alt St. Johann geschlossen worden. Zudem wird Ende März eine Unterkunft in Rapperswil-Jona geschlossen.

Keine Verlängerung möglich

Der Kanton St. Gallen hat mit dem Gemeinderat Weesen eine Vereinbarung für die vorübergehende Nutzung der Liegenschaft bis zum 31. Dezember abgeschlossen. Eine Verlängerung des Vertrages ist nicht möglich.

Der Gemeinderat Weesen sieht die Vermietung als «wichtige humanitäre Hilfe» und «aktive Unterstützung des Kantons in schwierigen Zeiten» an, schreibt er in einer Mitteilung.

Vilters als langfristige Lösung

Neben der laufenden Suche von temporären Standorten plant der Kanton St. Gallen auch an einer langfristigen Lösung. Er will ein Zentrum in Vilters erstellen. «Wir hoffen, dass der Kanton seine Bedürnisse damit mehrheitlich abdecken kann», sagt René Hungerbühler vom St. Galler Migrationsamt.

Dennoch sei man laufend an der Arbeit, ergänzt Hungerbühler. Weil sich die Asylzahlen laufend ändern können, sei man auf zusätliche Kapazitäten angewiesen.