St. Galler Spitalsanierung: SVP will Gesamtpaket splitten

Eine knappe Milliarde Franken kostet die Sanierung der St. Galler Spitäler, wenn es nach den Plänen der Regierung geht. Sie hat ihr Sanierungspaket vorgestellt und schon jetzt kündigt sich Widerstand an. SVP-Fraktionschef Götte: «Statt einem Gesamtpaket ist für uns ein Splitting empfehlenswert.»

Die Ausgangslage für die Spitalplanung habe sich gegenüber 2007 deutlich verändert. Das damalige Parlament sei nicht mehr das heutige. Dies sagt SVP-Fraktionspräsident Michael Götte. Man rechne mit einer Bauzeit von 30 Jahren für das Gesamtpaket der Regierung. Da bleibe genug Zeit, um das Paket zu splitten. Gewisse Bauvorhaben müssten sofort umgesetzt werden, bei anderen müsse man nochmals über die Bücher.

IHK-Studie als Zweitmeinung

Die GLP/BDP-Fraktion bläst ins gleiche Horn. Sie nimmt Bezug auf die Gegenstudie der Industrie- und Handelskammer (IHK), welche fordert, dass gewisse Spitäler abgebrochen und an einem anderen Ort neu aufgebaut werden. Diese Zweitmeinung müsse diskutiert werden, sagt Fraktionspräsidentin Erika Häusermann gegenüber der Sendung «Regionaljounal» auf SRF 1.

Links-Grün ist einverstanden

Für die SP/Grüne-Fraktion ist es wichtig, dass keine Spitäler geschlossen werden. Nach dem 15jährigen Baumoratorium sei es höchste Zeit mit dem Aus- und Umbau der St. Galler Spitäler zu starten. «Die Vorlage der Regierung ist gut regional abgestimmt und abgesichert und führt die Gesundheitsvorsorge in bewährter Form weiter», sagt Fraktionspräsident Peter Hartmann.

Die CVP/EVP-Fraktion hat sich noch nicht geäussert, gleich wie die FDP-Fraktion. Diese will die Pläne der Regierung zuerst genau studieren bis sie dann in einem zweiten Schritt entscheidet, welche Strategie sie verfolgen will.