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St. Galler Wald Die Schutzwälder überaltern

Weil der Holzpreis im Keller ist, lassen die Waldeigentümer die Bäume zu lange stehen. Mit Folgen für den Schutzwald.

Legende: Audio Die Waldbesitzer sind gefordert abspielen. Laufzeit 01:22 Minuten.
01:22 min, aus Regionaljournal Ostschweiz vom 19.10.2018.

60 Prozent der St. Galler Wälder haben eine Schutzfunktion. Besonders ausgeprägt ist dies im südlichen Teil des Kantons, das meist Voralpen- und Alpengebiet ist. Die Überalterung des Waldes sei hier besonders ausgeprägt, sagt der St. Galler Oberförster August Ammann. «Darunter leidet dann die Schutzfunktion des Waldes.»

Wald im Tamninatal
Legende: Holzfällen im Taminatal: Der Wald hier hat Schutzfunktionen. Keystone

Waldeigentümer stehen in der Pflicht

Der Wald überaltere, weil die Waldeigentümer zu wenig oft Bäume fällen, sagt Ammann weiter. Die Eigentümer tun dies, weil der Holzpreis seit Jahren im Keller ist und weil der Druck aus dem Ausland mit billigeren Produkten gross ist. «Die Waldeigentümer sind deshalb gezwungen, ihre Arbeitsabläufe zu rationalisieren und effizienter zu werden», sagt der Oberförster. Und sie müssten kreativer werden.

Die Waldeigentümer müssen ihre Arbeitsabläufe rationalisieren und effizienter werden.
Autor: August AmmannOberförster Kanton St. Gallen

Die Erkenntnisse zum Zustand des St. Galler Waldes entstammen einem Bericht, den die Regierung aufgrund eines politischen Vorstosses erstellen liess. Dieser soll die Perspektiven der St. Galler Waldwirtschaft aufzeigen und wird im Kantonsrat beraten.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Die Königslinde auf der Insel Mainau ist 1862 gesetzt. Und gerade in der Nähe eine Esskastanie gesund und riesig, von 1865. Wenn man das Alter eines Baumes nicht an seiner Rentabilität sondern an seinen Möglichkeiten der Schönheit misst, dann ist in St.Gallen kein Baum alt sonder es wird zu wenig ausgelichtet und etwas darunter gepflanzt das langsam wächst.
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  • Kommentar von Gusti Pollak (Gusti Pollak)
    Es käme wahrscheinlich günstiger, die Schweizer Waldwirtschaft so weit finanziell zu stützen, dass die Schutzwaldarbeiten sich lohnen, als mit Holzimporten eine goldene Nase zu verdienen und gleichzeitig die darbenden waldbesitzenden Landwirte zu subventionieren, Dämme gegen Rutschungen zu bauen und zerstörte Strassen zu flicken. Wenn die Holzimporteure auch den Schweizer Schutzwald finanzieren müssten, würde sich das Problem wohl ziemlich entschärfen ...
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