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Gärten in Heiden sollen grün statt grau sein
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 05.09.2019.
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Steingärten und Sichtschutz Heiden wehrt sich gegen «Wildwuchs» in Vorgärten

Steingärten und Sichtschutzwände in privaten Gärten erfreuen sich seit einigen Jahren zunehmender Beliebtheit, teilt die Gemeinde Heiden mit. Solche Bauten seien jedoch untypisch für die Gegend. «Wir haben einen denkmalgeschützten Dorfkern und das passt einfach nicht - auch nicht zum Appenzellerland», sagt Sibilla Sutter, Leiterin Bau und Planung.

Für die Bewilligungspraxis einzelner Bauten in privaten Gärten und für die Beratung von Grundeigentümern hat die Gemeinde nun Gestaltungsrichtlinien erarbeitet. Diese sollen als verbindliche Richtschnur im Bewilligungsverfahren dienen.

«Wir legen Wert auf viel Grünraum und es ist uns wichtig, dass es den Bewohnern möglich ist, den Kontakt zu den Nachbarn zu wahren», fasst Sutter die Gestaltungsrichtlinien zusammen. Beim Bau von Gartenanlagen sei zudem wichtig, dass Materialien aus der Region verwendet würden.

Verständnis schaffen

Kantons- oder sogar schweizweit nehme Heiden mit seinen Gestaltungsrichtlinien und Empfehlungen für die Aussenräume eine Vorreiterrolle ein, heisst es bei der Gemeinde. «Wir erhielten schon positive Reaktionen von ausserhalb des Dorfes - noch bevor die Bestimmungen erlassen waren», sagt Bauchefin Sutter.

In den wenigen Fällen, bei denen aufgrund der neuen Richtlinien bereits keine Baubewilligung erteilt wurde, seien die Reaktionen «natürlich nicht nur positiv» gewesen. Künftig wolle man auf die Grundeigentümer zugehen und das Gespräch suchen, sagt Sibilla Sutter. Ziel sei es, ein Verständnis zu schaffen, was es für das Ortsbild bedeuten würde, wenn es zu viele Steingärten gäbe.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Alle sind sie gegen Abschottung und Mauern- nur um das eigene Gärtchen, da darf es schon so einen Schtz drum geben.
    Wer in Heiden wohnt hat weltoffen zu sein, nichts zu verbegen und freut sich am hübschen, einladenden Gartengrün vor dem Haus!
  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Das wird ja immer besser. Frech, was sich Behörden und Politiker mittlerweile herausnehmen.
  • Kommentar von Albert Planta  (Plal)
    Ich hätte kein Verständnis, wenn die Obrigkeit vorschreiben würde, wie mein Garten auszusehen hätte.
    1. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      Wer irgendwo hinzieht weiss, dass es Regeln gibt und denen muss man sich anpassen. So, und nur so, können Gemeinschaften funktionieren. Genau das erwarten wir ja auch von Ausländern, dass sie sich anpassen. Aber an was denn, wenn sich nicht mal die Schweizer an die eigene Normen halten? Aber klar, beim eigenen Garten hörts dann auf.