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Legende: Audio Ein beispielsloses Unrechtssystem abspielen. Laufzeit 06:30 Minuten.
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 28.05.2019.
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Theater St. Gallen Ein beklemmendes Stück Schweizer Geschichte

Mit dem Stück «Verminte Seelen» schaltet sich das Theater St. Gallen in die Diskussion um administrativ Versorgte ein.

Es ist ein düsteres Kapitel Schweizer Geschichte: die administrative Versorgung. Kinder und Erwachsene konnten bis in die 1980er-Jahre ohne Gerichtsurteil abgeschoben oder eben «versorgt» werden. Mit dem neuen Stück will das Theater St. Gallen einen Beitrag zur Aufklärung und Bewältigung leisten.

Darsteller des Stücks «Verminte Seelen» am Theater St. Gallen.
Legende: 60'000 Personen wurden Opfer einer administrativen Versorgung. ZVG

In der Schweiz wurden über 60'000 Menschen Opfer einer Versorgung. Die Regisseurin Barbara-David Brüesch hat das Thema im Theaterstück «Verminte Seelen» verarbeitet.

Barbara-David Brüesch

Barbara-David Brüesch

Regisseurin

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Barbara-David Brüesch (1975) ist eine Schweizer Regisseurin. Sie ist in Chur geboren und hat an der Hochschule Ernst Busch in Berlin Regie studiert. Seit 2001 arbeitet sie als Theater- und Opernregisseurin an diversen Häusern im In- und Ausland. Sie inszenierte unter anderem auch an den Stadttheatern St. Gallen und Chur sowie an der Schlossoper Haldenstein. Barbara-David Brüesch ist Preisträgerin des Förderpreises der Stadt Chur sowie des Kantons Graubünden, des Kantons Zürich, der Stadt Berlin und des Eliette-von-Karajan-Preises.

Über ein Jahr lang hat sie recherchiert. Sie will mit dem Stück in der St. Galler Lokremise wachrütteln.

Es geht um wachrütteln. Die Gesellschaft soll wissen, was passiert ist.
Autor: Barbara-David BrüeschRegisseurin

Grundlage des Theaterstückes sind Interviews mit Betroffenen, Aktenstudium und historische Recherchen. Die systematischen Missbräuche in den Anstalten, Heimen und in der Psychiatrie werden auch von offizieller Seite durch eine Expertenkommission untersucht.

Natürlich hoffen wir, dass die Betroffenen durch unsere Arbeit ein Stück weit rehabilitiert werden können.

Den Menschen sei in den Heimen riesiges Leid angetan worden, sagt die Regisseurin Barbara-David Brüesch. Und sie hoffe natürlich, dass mit dem Theaterstück etwas zu ihrer Rehabilitierung beigetragen werden könne.

Die Darsteller des Stücks «Verminte Seelen» am Theater St. Gallen.
Legende: Die Betroffenen leiden oft ein Leben lang unter den Missbräuchen. ZVG

Das neue Stück am Theater St. Gallen hat am 28. Mai in der Lokremise Premiere. Im Juni wird es noch dreimal aufgeführt, dann im Herbst wieder.

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