Thurgau dürfte an «Spät-Französisch» festhalten

Nächste Woche informiert der Kanton Thurgau nach der Vernehmlassung über den Lehrplan 21. An der Abschaffung des Früh-Französisch dürfte Bildungsdirektorin Knill festhalten. Allerdings sind noch einige rechtliche Fragen zu klären.

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Bildlegende: Ob Früh-Französisch oder nicht: Der Kanton Thurgau kann es nicht mehr allen recht machen. Keystone

Der Druck ist in den vergangenen Monaten gestiegen. Nachdem die Thurgauer Regierung den Entwurf für den Lehrplan Volksschule Thurgau in die Vernehmlassung geschickt hatte, hagelte es Kritik vom Bund und der Erziehungsdirektorenkonferenz. Auch kantonsintern wurde wegen verschiedenen Punkten Kritik laut.

Dennoch dürfte sich Bildungsdirektorin Monika Knill kaum beirren lassen. Die Abschaffung des Früh-Französisch beruht auf einem Parlamentsbeschluss aus dem Jahr 2014. Dieser ist zwar juristisch anfechtbar, dennoch betonte Knill immer wieder, dass sie sich daran halten wolle.

In der Zwickmühle

Knill kann zum jetzigen Zeitpunkt kaum mehr zurückkrebsen, obwohl der Bund mit einer Anpassung des Sprachengesetzes droht. Auch ein Verzicht auf die Abschaffung des Französisch auf der Primarstufe wäre nämlich rechtlich heikel.