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Ostschweiz Touristen für das Kraftwerk Linth-Limmern

Ein fertiges Konzept gibt es noch nicht, Ideen aber schon: Das Kraftwerk Linth-Limmern soll für den Tourismus genutzt werden können. An einer Informationsveranstaltung in Linthal bestätigte die Axpo, dass Gespräche mit Tourismus-Organisationen und dem Kanton Glarus laufen.

Staumauer, Stausee und Boot
Legende: Der Stausee könnte touristisch genutzt werden – für Kanu- oder Bootsfahrten. So die Idee einer Projektgruppe. Keystone

Auf der längsten Staumauer der Schweiz könnte einst ein Seilpark installiert werden. Auch Führungen durch den Stollen des Kraftwerks Linth-Limmern oder Kanufahrten auf dem Limmern- oder dem Muttsee gehören zu den Ideen, die eine Projektgruppe in den letzten Monaten diskutiert hat. Ziel: das Kraftwerk Linth-Limmern touristisch zu nutzen.

Die Glarner Regierung hat inzwischen die «Touristische Nutzung Linth-Limmern» in die Legislaturplanung aufgenommen (mit Priorität II). Auch bei der Axpo hat man mögliche Ideen diskutiert – auch wenn das Energieunternehmen «keinerlei finanzielle Mittel in die touristische Erschliessung investieren will», wie Jörg Huwyler, Leiter Hydroenergie, gestern an der Veranstaltung in Linthal sagte.

Trotzdem will sich die Axpo engagieren: Ab Januar 2018 bietet das Energieunternehmen geführte Exkursionen durch das Kraftwerk an. Die Führungen können für einen Unkostenbeitrag über eine Plattform gebucht werden. Weil der Beitrag die Unkosten nicht ganz decke, beteilige sich die Axpo trotzdem an den Kosten für das Tourismusprojekt – einfach indirekt, so Huwyler.