Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Mehr Geld für Waldbesitzer abspielen. Laufzeit 03:20 Minuten.
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 30.07.2019.
Inhalt

Trockenheit und Borkenkäfer Der Wald leidet still

Weil der Wald unter dem Klimawandel leidet, fordern die St.Galler Waldbesitzer mehr Geld für den Unterhalt.

Die Trockenheit und Hitze im Sommer 2018 waren ausserordentlich. Zunehmend werden die Konsequenzen für den Wald sichtbar. Der Schutzwald an der Wasserfluhstrasse in Brunnadern leidet wie viele andere Wälder auch. Hier breitet sich der Borkenkäfer rasant aus.

Der Wald unter Druck

Der Borkenkäfer könne sich deshalb ausbreiten, weil die Bäume vom letzten Sommer noch geschwächt seien, sagt Nikolaus Fankhauser, Förster der Waldregion Toggenburg. Die befallenen Bäume sterben in der Folge ab.

Wald mit roten Tannen
Legende: Im Schutzwald bei der Wasserfluh sind die Bäume zum Teil dürr. zvg / Wald St. Gallen und Liechtenstein

Betroffen sind nicht nur das Neckertal, sondern auch das Sarganserland oder das Gebiet St. Gallen-Wil.

Die Bäume sind vom letzten Hitzesommer noch geschwächt. Deshalb kann sich der Borkenkäfer ausbreiten.
Autor: Nikolaus FankhauserFörster der Waldregion Toggenburg

Der starke Befall hat Folgen. «Weil diese Bäume gefällt werden müssen, ist der Holzpreis im Keller», sagt Fankhauser. Dies wiederum führt dazu, dass die privaten Waldbesitzer noch weniger Anreiz haben, ihren Wald zu bewirtschaften, weil dies kein Geld mehr bringt. Die Folge: Der Wald überaltert.

Mehr Geld für Waldbesitzer

Das ruft die Politik auf den Plan. «Wir fordern, dass auch die privaten Waldbesitzer Geld erhalten für die Bewirtschaftung und Pflege des Waldes», sagt Thomas Ammann, CVP-Nationalrat und Präsident von Wald St. Gallen und Liechtenstein. Mit der Unterstützung könne der tiefe Holzpreis ausgeglichen und damit die Bewirtschaftung rentabel gemacht werden.

Ein entsprechende Motion hat der St. Galler Kantonsrat in der Klimadebatte bereits überwiesen.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Durch die Trockenheit und Hitze im Sommer 2018/19 ist der Wald geschwächt, der Borkenkäfer breitet sich immer mehr aus. Ein Wald erfüllt verschiedene gesellschaftliche Bedürfnisse: Er bietet unter anderem Schutz vor Naturgefahren, ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen, liefert den Rohstoff Holz und reinigt unser Trinkwasser. Leiden die Waldbewohner auch unter der Trockenheit? Gibt es für sie genügend Nahrung und Wasser bei dieser Trockenheit? Darüber wird nie berichtet
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Köbi Leu  (Köbi Löwe)
    Die Bewirtschaftung des CH Waldes muss Nationale Aufgabe werden. In der Wirtschaft „kräht“ alles nach ROI. Wenn‘s rentiert machen wir es, wenn nicht> Out! So geht das nicht beim Wald. Die Arbeit im Wald muss sich wieder lohnen. Schliesslich wandelt eine Hektare Wald pro Jahr zwischen 8 To. bis 12 To. CO2 in Holzmasse um. In Bundesbern wird für unwichtigeres Zeugs Geld verpulvert. Im Wald ist es nachhaltig richtig investiert.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen