Um den St. Galler Marktplatz wird weiter gestritten

Der St. Galler Marktplatz soll neu gestaltet werden. Die erste Vorlage wurde an der Urne bachab geschickt. Nun formiert sich auch gegen den zweiten Anlauf Widerstand. Vertreter von Gewerbe, Wirtschaft, FDP und SVP haben das Referendum eingereicht. Hauptkritik: die Kosten von 21 Millionen Franken.

Visualisierung des neuen Marktplatz-Projektes. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: So könnte der St. Galler Marktplatz aussehen. ZVG

Insgesamt seien 1717 Unterschriften gegen die Vorlage eingereicht worden, teilte das Referendumskomitee mit. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis sei sehr schlecht. «Die Vorlage bringt bei Gesamtkosten von über 21 Millionen Franken gegenüber heute nur kosmetische Änderungen.» Im Hinblick auf eine Volksabstimmung im kommenden Frühling wollten die Gegner ein Komitee «Nein zum Millionen teuren Pflaster-Marktplatz» gründen.

Gestaltung schon lange umstritten

Die Vorlage zur Umgestaltung des St. Galler Marktplatzes geht auf eine SP-Initiative im Stadtparlament zurück und ist der zweite Anlauf für eine Neugestaltung des Platzes. Eine erste Vorlage scheiterte im Mai 2011 an der Urne. Geplant ist nun eine sanfte Sanierung ohne grössere Neubauten mit Gesamtkosten von rund 21 Millionen Franken. Möglicher Baubeginn ist 2019.