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Keine Ruhe um Windenergie-Anlage in der Linthebene
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 23.09.2019.
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Windpark «Linthwind» SAK droht Kanton Glarus mit Klage

Der Stromkonzern SAK hat Signale der Glarner Regierung als Zustimmung gedeutet. Nun ist er enttäuscht wegen dem politischen Gegenwind.

Vorgeschichte: Die St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke SAK wollten in der Linthebene zwischen Bilten und Niederurnen eine Windkraft-Anlage erstellen. Nachdem das Projekt zuerst auf gutem Weg war, formierte sich Widerstand; die Bevölkerung wehrte sich und die Regierung strich, unterstützt vom Landrat, die Windkraftzone aus dem Richtplan.

Enttäuschung bei der SAK: Der Sinneswandel der Regierung sei für die SAK «unverständlich», zitieren die Glarner Nachrichten ein Schreiben des Stromkonzerns. Gegenüber Radio SRF bestätigt der Mediensprecher der SAK, dass das Unternehmen eine Schadensersatzklage gegen den Kanton Glarus prüfe. Bis heute haben die St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke SAK 1,5 Millionen Franken in das Windkraft-Projekt investiert.

Irritation beim Kanton: Das Baudepartement des Kantons Glarus hat die SAK im Planungsprozess unterstützt. Diese Zusammenarbeit ist laut Regierungsrat Kaspar Becker bei grossen Bauprojekten üblich. Eine Klage würde ihn irritieren und könnte dazu führen, dass der Kanton künftig keine Projekte mehr begleitet, da die Angst vor einer Klage zu gross wäre, so Becker. Seines Erachtens sei der SAK beim Projekt Linthwind jederzeit klar gewesen, «dass noch sehr viele politische Hürden zu überwinden sind.»

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Stüssi  (Rolf Stüssi)
    Das Projekt war bereits am Anfang zum scheitern verurteilt. Standort war problematisch 300 Meter von Wohnbauten und das Windpotential zu gering, die Messwerte waren schlecht, weil diese mit Zuschüssen vom Bund rechnete. Den pro Windrad im Jahr rund Fr. 900'000 mal 5 Windräder über 20 Jahre hätte rund 100 Millionen Verlust ergeben. Die jährliche unplanbare Stromproduktion von 10-15 GWh was einem Kleinwasserkraftwerk entspricht. Der Kanton Glarus erneuerbaren Energien (Wasserkraft 920 GWh).
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  • Kommentar von Daniel Ackermann  (saskilte)
    Windräder generieren schrecklichen Infraschall von dem laut neusten Studien 20% der Menschen krank werden. Für den Profit wollen diese Firmen also die Gesundheit der Menschen schädigen?
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    1. Antwort von Arno Zingg  (Arno Zingg)
      Lieber Herr Ackermann, wollen Sie mal aufzählen, was sonst noch alles Infraschall erzeugt und scheinbar die Gesundheit der Menschen schädigt?
      Ok, dann lassen Sie mich das machen, z.B.: Meeresbrandung, hoher Seegang, Starker Wind, Sturm und Gewitter, Heizungs- und Klimaanlagen, Kühlschränke, Waschmaschinen, LKWs, Schiffe, Flugzeuge, Automotoren ...
      Damit will ich nicht sagen, dass Infraschall kein Problem sein kann, aber das Problem derart auf Windanlagen zu fokussieren ist ziemlich sinnlos.
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  • Kommentar von Kurt E. Müller  (KEM)
    Ehrlich gesagt bin ich der Meinung, dass wir uns auf die Sonne konzentrieren sollten, und ein paar Windrädli in der Schweiz mehr nerven als nützen. Die Baugesetze müssten halt geändert werden, d.h. neue und renovierte Häuser zwingend mit Dächern und Fassaden zur Gewinnung von Solarstrom ausstatten. Laut Bundesamt könnten wir genug Strom herstellen für ALLE, allein schon mit der bestehenden Dach- und Fassadenfläche. Stauseen, Akkus und Elektroautos als Zwischenspeicher wären auch kein Problem.
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    1. Antwort von Robert Frei  (RFrei)
      So einfach sehen Sie die Lösung der Speicherung von Elektrizität?
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