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Die Blitze sollen per Laser zum Boden gesteuert werden
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 26.02.2020.
abspielen. Laufzeit 01:13 Minuten.
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Wissenschaftliches Experiment Luftraum beim Säntis wird temporär gesperrt

Künstliche Blitze sollen künftig Flugzeuge vor Gewittern schützen. Auf dem Säntis startet Anfang April die Testphase.

Bis zu 400 Blitze entladen sich am Ostschweizer Hausberg pro Jahr. Dies will der Genfer Professor für angewandte Physik, Jean-Pierre Wolf für sein Experiment nutzen. Mit seinem Team will er Laserstrahlen in Gewitterwolken schiessen und deren Auswirkung testen.

Säntis muss umflogen werden

Von der Sperrung betroffen ist der Himmel über Wildhaus in einem Radius von fünf Kilometern. Wenn Tests stattfinden, dürfen sich Flugzeuge nicht in diesem Raum bewegen. Piloten müssen sich vorgängig informieren. Die Verfügung gilt von Anfang April bis Ende November.

Schäden durch Blitze

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Durch Blitzeinschläge in Flughäfen, Atomkraftwerken, Wolkenkratzern und Wäldern entstehen weltweit jährlich Schäden in Höhe von mehreren Milliarden Franken. Allein in den USA entsteht durch Gewitter und Blitzschlag ein wirtschaftlicher Schaden von fünf Milliarden Dollar jährlich, meist durch Störungen des Flugverkehrs und Schäden an Flugzeugen oder Hochspannungsleitungen.

Kontrollierte Blitze

Ziel ist es, Blitze gezielt vom Himmel an den Boden zu leiten. Dies soll mit Hilfe eines Super-Lasers geschehen. Die Entwicklung des Lasers hat über zwei Millionen Franken gekostet.

Breit abgestütztes Projekt

Wolf arbeitet seit über zehn Jahren federführend am Projekt. Es gibt zahlreiche Partner, darunter die ETH Lausanne (EPFL), die Universität für angewandte Wissenschaften der Westschweiz HES, das Luft- und Raumfahrtunternehmen Ariane Group sowie der deutsche Laserentwickler Trumpf.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Nur Geistesblitze schaden kaum ;-)
  • Kommentar von Alexander Weljaminoff  (AndererMeinung)
    Das erste, was der bei mir Artikel auslöste, ist FAKE-NEWS Alarm, oder Datumsverwechslung mit dem 1. April. Allerdings ist ja alles rechtens, aber ohne das viel geschundene Internet nicht so leicht aufzufinden. Das Projekt basiert aber auch auf der Arbeit von anderen, darunter Experimenten der US Armee. Insofern ist der Artikel etwas dünn, gerade bei diesem ausgefallenen Thema.
  • Kommentar von Max Blatter  (maxblatter)
    Wissenschaftlich sicher interessant – aber wie steht es mit dem potenziellen praktischen Nutzen? Flugzeuge werden zwar oft von Blitzen getroffen, was aber infolge ihrer Eigenschaft als "Faradaysche Käfige" kaum je zu ernsthaften Schäden führt. Wogegen ich Blitzeinschläge auf der Erde als wesentlich gefährlicher einstufe: Wer haftet, wenn eine Wanderin oder ein Wanderer von einem künstlich ausgelösten Blitz getroffen wird?
    1. Antwort von Laura Brunner  (bougiebear)
      Die Laserstrahlen werden vom Gipfel in Wolken geschossen, da dürften sich wenig Wanderer aufhalten