800 Personen übungshalber aus dem Gotthardtunnel evakuiert

An der grössten Rettungsübung im Neat-Tunnel haben die SBB einen Brandalarm simuliert. Die Rettung von 800 Zugspassagieren habe nach Plan funktioniert, teilen die SBB mit. Dies ist Voraussetzung für die Betriebsbewilligung des Gotthard-Basis-Tunnels.

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Rettungsübung am Gotthard

1:23 min, aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 19.3.2016

Damit die SBB die Betriebsbewilligung für den Gotthard-Basistunnel erhält, muss sie Rettungsübungen durchführen. Ziel ist es, die Alarmierungspläne sowie Evakuierungs- und Störungskonzepte zu prüfen, wie die SBB am Samstag mitteilte.

Die Übung vom Samstag war die grösste und letzte von vier Rettungsübungen: Ein 400 Meter langer Intercity-Neigezug mit rund 800 Passagieren löste Brandalarm aus. Neben Frauen und Männern jeden Alters nahmen auch Kinder, Blinde, Gehörlose und ein Hund teil.

Der übungshalber brennende Zug fuhr wie geplant bis zur Nothaltestelle Sedrun. Dort konnten die Passagiere sich über den rund 1,5 Kilometer langen Fluchtstollen zur Nothaltestelle in der Weströhre begeben und auf den Evakuationszug aus dem Süden warten, der sie nach Biasca bringen sollte

Gleichzeitig rückten von Norden und von Süden her je ein Lösch- und Rettungszug an, um den Brand zu löschen. Gemäss SBB sei die Übung ohne nennenswerte Zwischenfälle verlaufen. Nun werde sie noch detailliert ausgewertet.