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Zentralschweiz Aargau und Luzern: Kooperationen im grossen Stil kaum möglich

Mit viel Pomp kündigten die Regierungen von Luzern und Aargau vor zehn Jahren eine engere Zusammenarbeit der beiden Kantone an. Die Bilanz ist allerdings ernüchternd. Tradition und Föderalismus wirkten als Hemmschuhe für grössere Kooperationen.

Zwei Männer unterschreiben Dokument.
Legende: 2006 waren die Erwartungen noch hoch: Die Regierungsräte Anton Schwingruber und Kurt Wernli unterzeichnen den Vertrag. Keystone

Im Dezember 2006 sind die Kantone Luzern und Aargau eine Partnerschaft eingegangen. Luzern rückte damit ein Stück von den kleinen Zentralschweizer Kantonen ab.

Man wolle mit gleichwertigen Partnern zusammenarbeiten und am Wachstum der Regionen Zürich und Nordwestschweiz teilhaben, erklärte die damalige Luzerner Kantonsregierung. Die Aargauer Regierung bezeichnete die Kooperation als Signal für eine interkantonale Zusammenarbeit und eine aktive kantonale Aussenpolitik.

Bilanz ernüchternd

Nach zehn Jahren fällt die Bilanz dieser Zusammenarbeit aber eher ernüchternd aus. Die ursprünglich erwarteten Leuchtturmprojekte hätten nicht realisiert werden können, schreibt die Luzerner Regierung in der Antwort auf einen Vorstoss der CVP aus dem Kantonsparlament. In Bereichen wie der Bildung sei eine bilaterale Zusammenarbeit fast unmöglich, weil diese grossräumig organisiert werde.

Erschwert wird die Zusammenarbeit auch durch die verschiedenen historischen Bindungen der beiden Kantone. Luzern sei im Kooperationsraum Zentralschweiz eingebunden, der Aargau in der Nordwestschweiz.

Es seien jedoch eine Vielzahl kleinerer Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht worden. Die Zusammenarbeit soll deshalb weiter geführt werden.

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