Als die Zionisten sich in Luzern trafen

Vor 80 Jahren versammelten sich die Zionisten zu ihrem Kongress in der Stadt Luzern. Fast 300 Delegierte, 250 Journalisten und rund 2500 Besucherinnen und Besucher aus aller Welt kamen dafür in die Zentralschweiz. Die Uni Luzern will den Anlass nun wieder zurück ins Bewusstsein bringen.

Das Logo des Zionistenkongresses am Hotel Luzernerhof. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Logo des Zionistenkongresses am Hotel Luzernerhof. The Spielberg Jewish Film Archive/youtube

Einen Ort für den Zionistenkongress zu finden, war in den 30er Jahren keine einfache Sache. In Luzern wurden die Juden, die sich für einen eigenen Staat einsetzten, aber willkommen geheissen. Der Anlass war «der grösste Kongress-Apparat in der Geschichte Luzerns», wie das Luzerner Tagblatt damals berichtete.

Die Schweiz sei den Zionisten ein Vorbild gewesen, sagt Verena Lenzen, Leiterin des Instituts für jüdisch-christliche Forschung an der Uni Luzern. «Die Schweiz hatte eine demokratische Ordnung, es beeindruckte die wirtschaftliche Stabilität und man bewunderte das hohe Niveau der Landwirtschaft.»

Vorher hatte der Zionistenkongress einige Male in Basel stattgefunden. 1935 war den Organisatoren die Nähe zu Nazi-Deutschland aber zu heikel, weshalb sie Luzern als Kongressort auswählten.

Damit der grosse Anlass nicht gänzlich in Vergessenheit gerät, organisieren die Uni Luzern und die Gesellschaft Schweiz-Israel eine öffentliche Tagung.

(Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr)