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Bildungsdirektor: «Es gibt mehr talentierte Schülerinnen und Schüler»
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 25.11.2019.
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An Mittelschulen Chance für Schwyzer Sport- und Musiktalente

  • Ab dem Schuljahr 2020/2021 fördert der Kanton Schwyz sportlich oder musisch besonders begabte Gymischülerinnen und -schüler.
  • Dank dem neuen Angebot haben diese weniger Schullektionen pro Woche als ihre Klassenkameraden, um mehr trainieren zu können. Die Ausbildung dauert jedoch ein Jahr länger.
  • Bis jetzt gingen solche besonders begabten Schülerinnen in den Nachbarkantonen Luzern oder Zürich zur Schule.

Der Kanton Schwyz führt das neue Angebot an den Kantonschulen Kollegium Schwyz und Ausserschwyz, dem Gymnasium Immensee, dem Theresianum Ingenbohl, sowie der Fachmittelschule ein. Es richtet sich an sportlich, musikalisch oder künstlerisch besonders begabte Schüler, deren schulische Leistungen genügend gut sind, um ans Gymnasium oder die Fachmittelschule zu gehen. «Wir beobachten eine Zunahme an talentierten Schülerinnen und Schülern», begründet der Schwyzer Bildungsdirektor Michael Stähli das Angebot.

Weniger Unterricht

Bei sportlich Begabten verlangt der Kanton den Nachweis einer sogenannten Swiss Talent Card, die Swiss Olympic Sportlerinnen und Sportlern ausstellt, welche in National- oder Regionalkader trainieren. Auch musikalisch oder künstlerisch Begabte müssen nachweisen, dass sie in einer Trainingsorganisation sind.

Das Angebot ist der logische nächste Schritt
Autor: Michael StähliBildungsdirektor Kanton Schwyz

Die schulische Ausbildung dauert ein Jahr länger als üblich, also fünf Jahre am Gymnasium und vier Jahre an der FMS. Denn die Schülerinnen und Schüler haben maximal 25 Pflichtlektionen pro Woche – 10 Lektionen weniger als üblich.

Keine Konkurrenz zu Engelberg

Das neue Angebot solle an ein entsprechendes auf Sekundarstufe anknüpfen, meint der Bildungsdirektor Stähli: «Diese Weiterführung ist der logische Schritt.» Sekschülerinnen und -schüler profitieren seit gut zehn Jahren von Förderklassen. Wenn diese nach der obligatorischen Schulzeit weiter trainieren und ins Gymnasium wechseln wollten, mussten sie bisher ausserkantonal nach einer Lösung suchen.

Das Angebot sei keine Konkurrenz zu hoch spezialisierten Sportgymnasien, wie etwa der Sportmittelschule Engelberg, wo Wintersport gefördert wird: «Schneesport-Talente, die bis jetzt nach Engelberg gingen, werden auch künftig dahin kommen», so der Bildungsdirektor. Das Angebot in Schwyz ist ein rein schulisches. Zum Training gingen die Schülerinnen und Schüler weiterhin in bestehende Leistungszentren in Luzern oder Zürich.

Das neue Konzept ist vorerst auf eine Dauer von fünf Jahren ausgelegt. Die finanziellen Konsequenzen für den Kanton seien unter anderem abhängig von der Nutzung der Angebote. Zudem könnten die Beitragszahlungen des Kantons Schwyz an die bisher ausserkantonalen Schulen reduziert werden. Bei einem erfolgreichen Aufbau müssten aber zusätzliche Klassen geführt werden, was zu Mehrkosten führen werde, heisst es weiter.

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