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Wie Heidi Ulrich zum Surfen kam
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Bereit für den 3. Weltrekord Eine Windsurferin auf Weltrekordjagd

Die Innerschweizerin Heidi Ulrich holte dieses Jahr bereits 2 Weltrekorde im Windsurfen. Der dritte soll nun in Namibia folgen.

«Ja, es ist definitiv ein ambitioniertes Projekt. Nachdem ich letztes Jahr für fünf Tage einen Weltrekord inne hatte, habe ich Lunte gerochen und dachte mir, wieso nur einen Weltrekordversuch machen, wenn man gleich drei machen kann.»

Was Heidi Ulrich so locker sagt, ist in Wahrheit mit viel Aufwand verbunden. Die 35-Jährige ist beruflich mit einem Vollpensum Personalverantwortliche bei einem grossen Energiekonzern. Ihr Alltag beginnt meistens um 4 Uhr morgens in Flüelen. Nach getaner Arbeit, verteilt in der ganzen Schweiz, fährt sie jeden Tag zurück in den Kanton Uri und geht anschliessend trainieren.

Crowd Funding für Weltrekord-Versuche

Die gebürtige Schwyzerin gelangte vor Jahren durch ihren damaligen Lebenspartner zum Windsurfen. Und sofort packte sie das Fieber, sogleich wollte sie «mehr als bloss eine Boje im Wasser sein». Da die ganze Familie ihres Ex-Partners dem Windsurfen verfallen war, wurde sie oft an internationale Events mitgenommen und wollte alsbald selber an der Weltspitze mitfahren.

«Ich bin eine Person, die sehr schnell, sehr ehrgeizig ist.» Diese Eigenschaft half ihr, schnell zu lernen und an eben diese Weltspitze im Speed-Windsurfen zu gelangen. Anfangs Jahr lancierte sie eine Spendenaktion, bei der sie für das ambitionierte Projekt «3 Weltrekorde» 25'000 Franken sammeln wollte. Dies sei nur etwa die Hälfte der Ausgaben, die sie für die Weltrekordversuche habe. Die Aktion war ein voller Erfolg, das Geld war innert weniger Tage beisammen.

2 Weltrekorde bereits in der Tasche

Im Sommer gelangen ihr in Südfrankreich die ersten beiden Weltrekorde:

  • Höchste Durchschnittsgeschwindigkeit über 1 Meile (1,85km)
  • Höchste Durchschnittsgeschwindigkeit über 1 Stunde
Video
Als Ulrich im Juni einen neuen Weltrekord aufstellte
Aus sportflash vom 12.06.2019.
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Im Herbst soll nun auch die dritte Bestmarke geknackt werden. In Namibia werde ein spezieller Sandkanal direkt am Meer entlang ausgehoben. Dieser ist rund 800 Meter breit. Innerhalb 500 Metern, in denen die Geschwindigkeit mittels Lichtschranken gemessen wird, wird ein möglichst hohes Durchschnittstempo das Rekordziel sein. Die Höchstgeschwindigkeiten variieren dabei von 90 bis 100 km/h.

Bei den Rekordversuchen werden Skibrillen getragen, weil der herumfliegende Sand bei diesen hohen Geschwindigkeiten sehr schmerzhaft ist. Immer wieder und wieder wird Heidi Ulrich ihr Windsurfbrett im Auslaufbereich abbremsen, auf ein Fahrzeug laden und wieder zum Start fahren. 8 Wochen Zeit hat Ulrich eingeplant, um auch den 3. Weltrekord zu holen und ihr ambitioniertes Projekt erfolgreich abzuschliessen.

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