Bund stellt mehr Geld für Hochwasserschutz in Aussicht

Das Projekt für den Hochwasserschutz im Sarneraatal ist für den ganzen Kanton Obwalden von hoher Priorität. Dieser Ansicht ist nun auch der Bund. Grundsätzlich sei es möglich, dass Obwalden den Schwerfinanzierbarkeitszuschlag erhalte.

Pläne für Hochwasserschutzprojekt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Stollen (rote Linie) soll dafür sorgen, dass Hochwasser in Sarnen keinen Schaden mehr anrichten können. SRF

Mit einem 6,6 Kilometer langen Stollen will der Kanton Obwalden den Hauptort Sarnen vor Hochwasser schützen. Kostenpunkt des Projekts: 115 Millionen Franken. Der Bund hatte bereits zugesichert, dass er 35 Prozent der Kosten übernimmt. Dies entspricht dem Minimum, das der Bund bereitstellt für bewilligungsfähige Hochwasserschutzprojekte.

Die Obwaldner Regierung hofft jedoch auf mehr Geld des Bundes – auf einen so genannten Schwerfinanzierbarkeitszuschlag von 20 Prozent der Gesamtkosten. «Obwalden hat zusammen mit Uri die höchsten Kosten pro Kopf für Naturgefahrenabwehrprojekte, deshalb ist aus unserer Sicht dieser Zuschlag gerechtfertigt», sagt der Obwaldner Baudirektor Paul Federer gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz».

Bund legt Beitrag erst im Jahr 2016 definitiv fest

Noch vor kurzem sah es jedoch schlecht aus für diesen Zuschlag. Der Bund stellte nämlich Fragen zur Wirtschaftlichkeit des Projekts. Darum suchte die Obwaldner Regierung das Gespräch mit der zuständigen Bundesrätin Doris Leuthard.

«Es kann ja nicht sein, dass ausgerechnet beim grössten Hochwasserschutzprojekt der Geschichte des Kantons der Zuschlag nicht Tatsache wird», sagt Paul Federer. Die Gespräche hätten Wirkung gezeigt. Der Bund anerkenne nun die hohe Priorität des Hochwasserschutzes. Grundsätzlich ist es nun möglich, dass der Bund zusätzliche 20 Prozent der Kosten übernimmt.

Entschieden ist jedoch noch nichts. Der Bund will seinen Beitrag erst im Jahr 2016 festlegen. Dann soll das bewilligte Auflagenprojekt für den Hochwasserstollen vorliegen.