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Tamara Eller, wie reagieren Betroffene, wenn Sie ihnen als Contact Tracerin anrufen?
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 15.07.2020.
abspielen. Laufzeit 06:19 Minuten.
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Contact Tracing in Uri Detektivarbeit um Corona-Infektionen einzudämmen

Die 20-jährige Tamara Eller ist Studentin. In ihren Semesterferien unterstützt sie die Lungenliga Uri bei der Aufgabe, möglichst viele Kontaktpersonen von Menschen, die positiv auf Corona getestet wurden, aufzuspüren. Die Kontaktpersonen müssen in Quarantäne und allenfalls auch einen Corona-Test machen.

Manchmal muss ich richtig Detektiv spielen, um Informationen zu Kontaktpersonen zusammenzutragen.
Autor: Tamara EllerContact Tracerin im Kanton Uri

Nicht alle Betroffenen seien dabei kooperativ, erzählt Tamara Eller gegenüber Radio SRF. Zwar sei sie noch nie mit aggressiven Reaktionen konfrontiert worden. Aber manchmal müsse sie den Betroffenen die notwendigen Infos über ihre Kontakte aus der Nase ziehen: «Es gibt Fälle, da muss man richtig Detektivarbeit leisten, aufmerksam zuhören und bekommt so Hinweise, die weiter helfen können».

Zum Teil hätten Corona-Infizierte mögliche Kontaktpersonen bereits selber informiert, bevor sich die Contact Tracerin meldet. «Es ist gut für uns, wenn die Betroffenen schon Bescheid wissen», sagt Tamara Eller, «es kommt aber vor, dass Betroffene schockiert reagieren.» Ihr sei es aber noch nie passiert, dass jemand auf die Nachricht, in Quarantäne bleiben zu müssen, wütend geworden sei.

Mit Corona-positiv getesteten Personen stehen die Contact Tracer regelmässig telefonisch in Kontakt und kontrollieren so auch, ob sie die Quarantäne befolgen. Bei den Kontaktpersonen setze man hingegen auf Eigenverantwortung.

Lungenliga betreut Contact Tracing in Uri

Wie in anderen Kantonen auch ist in Uri die Lungenliga für das Rückverfolgen der Kontakte von Corona-Infizierten verantwortlich. Seit dem Juli sind die Zahlen wieder gestiegen. Zur Zeit sind 11 Menschen in Uri in Quarantäne, fünf sind in Isolation. Um alle Kontakte nachverfolgen zu können, hat die Lungenliga 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Abruf. Weitere werden zur Zeit ausgebildet.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Die Dislikes begreife ich nicht. Dann sollen jene, die hier Beanstandungen anbringen, lieber Frau Eller bei Kontaktnahmen beistehen, als sie nutzlos kritisieren.
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Frau Eller: Wenn ich diesen Bericht lese, so gewinne ich den Eindruck, dass Sie sehr wertvolle Arbeit für das öffentliche Wohl leisten. Danke Ihnen vielmals dafür! Und ich wünsche Ihnen dabei viel Durchhaltevermögen, viel Befriedigung und kooperative Mitmenschen. Mit freundlichen Grüssen U. von Känel
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  • Kommentar von Mark Altheer  (Mark_Altheer)
    Das mit der Eigenverantwortung wird bei einigen Leute nicht funktionieren. Aus meiner Sicht müsste man die die Quarantäne viel engmaschiger kontrollieren und durchsetzen. Ab und zu mal anrufen ist doch nix.
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