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«Wir müssen handeln, bevor wir den Anschluss verlieren.»
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 12.02.2020.
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Cyberkriminalität Mehr Internetdetektive für Luzern gefordert

Im Internet kaufen wir neues Büromaterial, erledigen Bankgeschäfte oder schreiben E-Mails. Cyberkriminelle nehmen nicht nur grosse Unternehmen oder reiche Leute ins Visier. Auch Privatpersonen können Opfer von digitalen Angriffen werden.

Die Luzerner Staatsanwaltschaft informiert in ihrem Jahresbericht, dass sich die Delikte mehr und mehr in den virtuellen Raum verlagern. «Die Delikte können im Kanton Luzern seit Jahren nicht ausreichend verfolgt werden», sagt Oberstaatsanwalt Daniel Burri, dies weil die Ressourcen fehlen würden. Von den rund 470 Fällen , die die Luzerner Staatsanwaltschaft im Bereich Cyberkriminalität beschäftigten, seien mehr als die Hälfte sistiert.

Staatsanwälte sollen im Netz besser ermitteln können

Die Internetkriminalität kennt keine Landes- oder Kantonsgrenzen. Viele Betrugsfälle haben internationale Dimensionen. Der Bund leiste im Bereich Cyberkriminalität gute Arbeit und sei mit den Kantonen vernetzt, aber da gehe es vor allem um die ganz grossen Fälle, sagt Oberstaatsanwalt Burri.

Wir brauchen mehr Fachleute und Fachwissen.
Autor: Daniel BurriOberstaatsanwalt des Kantons Luzern

«Sobald ein Cyberfall einen Kanton besonders betrifft, muss er übernehmen. Deshalb brauchen wir mehr Fachleute und mehr Fachwissen», sagt Daniel Burri. Es handle sich um Juristen, die sich speziell weiterbilden würden. Sie sollen zusammen mit der Polizei Hackern, Internetbetrügern und Erpressern im Netz auf die Spur kommen. Die Luzerner Staatsanwaltschaft fordert deshalb zwei neue Vollzeitstellen.

Unterstützung aus der Politik

Die zuständige Kommission des Luzerner Kantonsrats unterstützt das Anliegen der Staatsanwaltschaft. Die Delikte im Bereich der Cyberkriminalität würden ständig zunehmen, schreibt die Kommission. Der Staatsanwaltschaft würden aber keine speziell geschulten Fachkräfte zur Verfügung stehen. Die Kantonsratskommission unterstützt einstimmig die Schaffung von zweihundert Stellenprozenten. Der Kantonsrat wird die Verstärkung im Bereich Cybercrime voraussichtlich am 16./17. März diskutieren.

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