Denkmalschutz Das Chrämerhus in Ruswil muss als Denkmal erhalten werden

Das 500 Jahre alte Chrämerhus im luzernischen Ruswil bleibt ein Denkmal. Die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege stützt den Entscheid der kantonalen Behörden, die sich bereits früher gegen einen teilweisen Abriss und Neubau des Hauses ausgesprochen hatten.

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Bildlegende: Das Chrämerhus sollte im Zuge der Dorfkernerneuerung für die Gemeindeverwaltung umgebaut und erneuert werden. zvg

Das Chrämerhus sei laut der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege ein «herausragendes Beispiel eines historisch gewachsenen Baudenkmals», teilte der Ruswiler Gemeinderat mit.

Die Kommission kommt somit zur gleichen Folgerung wie die kantonalen Behörden, die sich bereits im vergangenen Juni gegen die Pläne des Gemeinderats ausgesprochen hatten.

Der Gemeinderat bezeichnet den Zustand des Chrämerhus als «beklagenswert» und ist der Ansicht, dass das Haus nur mit grossem finanziellen Aufwand fachgerecht und benutzertauglich restauriert werden könne. Ein Teilabriss und ein «stilgerechter Wiederaufbau» wären zweckmässiger als eine Sanierung, ist der Gemeinderat überzeugt.

Doch diese Pläne muss er nun definitiv begraben. Der Regierungsrat hatte das Haus nämlich 2005 unter Schutz gestellt, und im Denkmalinventar eingetragen.