Das Zentralschweizer Sterbehospiz sucht einen neuen Standort

Die Stiftung Hospiz Zentralschweiz realisiert nun doch kein Hospiz in der Stadt Luzern. Der Umbau der Wohnung wäre zu teuer gewesen. Nun sucht die Stiftung einen neuen Standort. Dabei kommen nun auch andere Orte in Frage.

Weisses Haus mit Erker in der Stadt Luzern. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In diesem Haus an der Museggstrasse in der Luzern war das Sterbehospiz geplant. zvg

Im Dezember 2014 war bekannt geben worden, dass das Hospiz Ende 2016 in einer Wohnung des Schweizerischen Roten Kreuzes an der Museggstrasse 14 eröffnet werden soll. Eine Machbarkeitsstudie zeige nun aber, dass der Umbau der Wohnung statt zwei rund vier Millionen Franken kosten würde, teilt die Stiftung Hospiz Zentralschweiz mit.

Der Stiftungsrat habe mit Bedauern entschieden, von dem sonst idealen Standort Abstand zu nehmen. Nun werde die Standortsuche fortgeführt. Im Vordergrund steht eine behindertengerechte Liegenschaft oder Wohnung in den Städten und Agglomerationen von Luzern und Zug.

«Es sind schon verschiedene mögliche Standorte an uns herangetragen worden», sagt Hans Peter Stutz, Geschäftsleiter der Stiftung, auf Anfrage von Radio SRF. Konkret sei jedoch noch nichts. Ursprünglich war die Eröffnung auf Ende 2016 geplant. Diese verschiebe sich nun auf unbestimmte Zeit, so Stutz weiter.

Das Hospiz richtet sich an sterbende Menschen über 18, die den letzten Lebensabschnitt nicht zu Hause verbringen können. Betreut werden sollen auch die Angehörigen. Das Versorgungsgebiet des Hospiz Zentralschweiz umfasst die Kantone Luzern, Nidwalden, Obwalden, Uri und Zug sowie den inneren Kantonsteil von Schwyz.