Die bahnlosen Jahre an der Rotenflue haben ein Ende

Die neue Schwyzer Bergbahn hat eine zehnjährige Planungs- und Baugeschichte mit vielen Hochs und Tiefs hinter sich. Mit der Einsegnung bei der Talstation ist die neue Achtergondelbahn offiziell eröffnet worden. Die Bahn wird deutlich mehr Personen auf den Berg bringen.

Video «Endlich fährt die Gondel» abspielen

Endlich fährt die Gondel

3:20 min, aus Schweiz aktuell vom 12.12.2014
Zusatzinhalt überspringen

Die neue Rotenfluebahn

Die rund drei Kilometer lange Bahn mit 23 Gondeln führt innert zehn Minuten von Rickenbach auf die Rotenflue. Die Bahn verläuft über 16 Stützen und überwindet rund 1000 Höhenmeter. Sie kann bis zu 800 Personen pro Stunde transportieren. Das Projekt umfasst auch eine Mittelstation sowie ein neues Restaurant auf dem Berg.

In Betrieb ging die Anlage oberhalb von Schwyz bereits am 8. Dezember. Nun fanden die Eröffnungs-feierlichkeiten statt. Die Bauzeit nahm über ein Jahr in Anspruch.

Das Projekt der Rotenfluebahn Mythenregion AG kostet rund 23 Millionen Franken. Finanziert wird es unter anderem mit einer Aktienkapitalerhöhung. Der Kanton Schwyz gewährte der Gondelbahn ein zinsloses Darlehen und Beiträge in der Höhe von 2,5 Millionen Franken. Zudem beschloss die Gemeinde Schwyz gleich zwei Mal Investitionsbeiträge von 1,8 Millionen Franken.

Die neue Bahn ersetzt auf einer leicht veränderten Streckenführung die alte Seilbahn, die 2004 stillgelegt wurde. Diese fuhr während 50 Jahren auf die Rotenflue. Diese Anlage wurde 2009 abgebaut.

Ein geplantes Parkhaus bei der Talstation mit bis zu 230 Parkplätzen wurde bisher wegen eines Rechtsstreites mit Anwohnern noch nicht realisiert.