«Die Objekte zur Gotthard-Strecke wurden hier angeschwemmt»

Hinter die Kulissen eines Denkmals blicken. Das ist das Ziel der Europäischen Tage des Denkmals. In der Zentralschweiz werden in diesem Jahr insgesamt 45 Führungen angeboten. In Erstfeld gab die SBB-Denkmalpflege Einblick in ihre Arbeit. Im Zentrum stand hier die Gotthard-Strecke.

Grosse Wandbilder aus Bahnhofshallen, Modelle von Brücken, Schilder aus Bahnhöfen, Fotografien und Pläne: Im Depotgebäude der SBB an der Lindenstrasse in Erstfeld tauchte der Besucher in eine vergangene Welt ein.

Die SBB-Denkmalpflege zeigte hier den aktuellen Stand der Arbeiten des Inventars zur historischen Bergstrecke der Gotthardbahn. Viele Gegenstände seien Sammlerstücke, sagt SBB-Denkmalpfleger Giovanni Menghini: «Diese wurden hier regelrecht angeschwemmt.» Dieses Schwemmgut gelte es nun, auszuwerten.

Auch aus anderen Teilen der Schweiz sind in Erstfeld viele Objekte vorhanden. «Wir analysieren, woher die Stücke kommen und wie wertvoll sie sind.» Wenn das Inventar abgeschlossen ist, sollen die wichtigsten Objekte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Hier arbeite man mit Museen und den kantonalen Denkmalpflegern zusammen.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr