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Grossprojekt am Titlis – Widerspruch eingelegt
Aus Schweiz aktuell vom 03.06.2020.
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Einsprachen gegen Ausbau Neue Bergstation im Gegenwind

Ausbau ja – aber bitte etwas kleiner und umweltverträglicher. So lassen sich die Rückmeldungen der Umweltverbände Pro Natura, WWF und VCS zum 100-Millionen-Projekt am Titlis zusammenfassen. So wehren sich die Verbände nicht grundsätzlich gegen den Ausbau der Bergstation. Diese könne man aber auch kleiner realisieren, und es sei fraglich, ob es notwendig sei, im hochalpinen Raum die Konsum- und Einkaufsangebote im geplanten Ausmass auszubauen.

Weiter kritisieren sie die neue Pendelseilbahn, die parallel zur heutigen Luftseilbahn, der Rotairbahn geplant ist. Diese sei einerseits landschaftlich störend, andererseits befürchten die Verbände, dass die Bahn später auch regelmässig für Touristen genutzt würde. Sie fordern deshalb, dass sie als Bau- und Transportbahn befristet erstellt oder aber ihre Nutzung klar reglementiert wird.

Neben einem Verkehrskonzept fordern die Einsprecher weiter ökologische Kompensationen, da sich die geplanten Bauten in sensiblem hochalpinem Gebiet befänden. Die von den Titlisbahnen im Umweltbericht aufgelisteten Ausgleichsmassnahmen seien ungenügend.

Das 100-Millionen-Projekt der Stararchitekten

Das Ausbauprojekt läuft unter dem Namen «Titlis 3020». Rund 100 Millionen Franken wollen die Titlisbahnen investieren. Sie haben dafür die Basler Stararchitekten Herzog & de Meuron engagiert.

Zum Projekt gehört eine neue, grössere Bergstation. Aber auch der alte PTT-Richtstrahlturm soll neu genutzt werden – mit zusätzlichen Gastro-Angeboten. Ausserdem möchten die Titlisbahnen eine zweite Seilbahn auf den Gipfel bauen: Diese soll den Transport des Baumaterials ermöglichen, dann aber auch als Bahn für den Notfall dienen. Falls die andere Bahn ausfällt, könnten die Gäste auf die parallele Seilbahn ausweichen.

Regionaljournal Zentralschweiz, 03.06.2020 ;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Gill Soller  (Gill)
    Der Ausbau von den Tourismusanlagen ist dringend notwendi, wenn wir die erwartete Einwohnerzahl von 11Mio und mehr (der BR hat sich schon mehrfach verrechnet) bewältigen wollen... es gibt auch nach Corona nur eine Richtung ....
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  • Kommentar von Otto Schwarzenbach  (_)
    Dass wir alle Arbeitsplätze wollen ist ok. Dass die Natur dabei weiter wie in den vergangenen 100 Jahren zubetoniert wird, Wälder abgeholzt und Meere überfischt werden, das Artensterben gefördert wird, usw. kann nicht so weiter gehen. Gemäss einer Studie der ETH Zürich von 2019 wird es den Aletschgletscher im Jahr 2100 nicht mehr geben. Weggeschmolzen. Es muss sorgfältiger mit der Umwelt umgegangen werden!
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    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Schön was Sie da schreiben, leider scheint der Fokus auf den Titlis, der ja immerhin einer der wenigen erschlossenen Alpengipfel ist, für Ihr Anliegen irgendwie irrelevant zu sein. Mit oder ohne Titlisausbau wird die Welt ihren Weg nehmen, und für alle Probleme, die Sie aufzählen, ist der Ausbau-/Nichtausbau des Titlis völlig gleichgültig ... oder andersrum, wenn Sie etwas von dem was Sie schreiben verhindern wollen, dann müssten Sie sich auf anderes konzentrieren!
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    2. Antwort von Nico Stäger  (Nico Stäger)
      2100 wird das letzte Eis vom Aletschgletscher verschwunden sein. Aber so wie wir den Gletscher heute kennen, wird er schon in 15-20 Jahren verschwunden sein. Darum ist die V-Bahn in Grindelwald kompletter Irrsinn. Nachhaltiger Tourismus wäre etwas anderes.
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  • Kommentar von Pascal Padrutt  (papa)
    Wir sind auf dem Weg zur 10.5-Millionen-Schweiz und am Pfingstwochenende standen sich die Menschen an den schönen Orten auf den Füssen rum. Deshalb müssen wir die gesamte Infrastruktur rasch und massiv ausbauen. Dazu gehört auch unsere Bergwelt, damit sie dann von den vielen Millionen Einheimischen zuzüglich Touristen adäquat genutzt werden und mit ihr genügend Profit generiert werden kann.
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    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Eigentlich wäre die Frage ob Ausbau oder nicht durch die Aktionäre zu beantworten. Es erscheint fragwürdig, ob das Verlochen einer dreistelligen Millionenzahl sich tatsächlich in einem entsprechenden, zusätzlichen Return on Investmentabbildet. Letztendlich gibt es einige Risiken, die dazu führen können, dass es sich um eine Fehlinvestition handelt. Weniger wäre daher aus Sicht des Aktionariats sicher mehr!
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