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Leere Bühnen - leere Säle - leere Kassen: Die Kultur- und Eventbranche leidet auch nach dem Ende des Lockdowns
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 03.06.2020.
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Es bleibt schwierig Veranstaltungstechniker und Kulturbetriebe nach dem Lockdown

Keine Kulturveranstaltungen – keine Arbeit für Konzertorganisatoren, für Catering- oder Veranstaltungstechnikfirmen. So konnte man die Situation während des Lockdowns umschreiben.

Nun dürften wieder Veranstaltungen bis 300 Personen durchgeführt werden. Nur: Ganz so einfach ist das nicht. Dies bestätigt der Geschäftsleiter der Luzerner Kulturlobbyorganisation IG Kultur, Gianluca Pardini. Es seien zwar einzelne kleinere Veranstaltungen geplant. Aber: «Es herrscht eine grosse Unsicherheit, wie die Schutzkonzepte an Veranstaltungen umzusetzen sind», sagt er.

Der umstrittene Entscheid des Bundesrats

Dass erst vereinzelt wieder Konzerte und andere grössere Veranstaltungen stattfinden, bekommen auch andere Firmen zu spüren, die in der Eventbranche tätig sind. Sie sind aktuell doppelt gestraft. Nebst dem leeren Veranstaltungskalender macht ihnen auch ein Beschluss des Bundesrats zu schaffen. Dieser hat entschieden, dass es ab Juni keine Unterstützung mehr gibt für die Kurzarbeit in kleinen GmbHs. Viele Firmen sind so organisiert. «Es ist ungerecht, dass wir als Inhaber die gleichen Abgaben leisten wie Angestellte und trotzdem keine Leistungen mehr beziehen können», sagt Marcel Roos. Er ist Mitinhaber von V-Tech, einer Firma mit fünf Angestellten, die technisches Material für Veranstaltungen vermietet.

Arbeit an Grossbaustelle und in Schulen

Auch ein Grosser in der Branche, das Luzerner Unternehmen Auviso mit gegen 100 Angestellten, bekommt die Krise zu spüren, obwohl sie in den letzten Monaten mit der Wartung bestehender oder der Installation neuer technischer Anlagen, zum Beispiel am Flughafen Zürich, immer Arbeit gehabt hätten. Nur: «Wir sind angewiesen auf diese Beiträge. Wir können nicht alle Mitarbeiter in anderen Abteilungen einsetzen. Das sind Fachspezialisten», sagt Martin Elmiger, Geschäftsführer von Auviso.

Vorstösse im Parlament verlangen eine Änderung

Dasselbe Problem haben auch einige Kulturveranstalter. Deshalb sagt IG Kultur-Geschäftsleiter Gianluca Pardini: «Wir hoffen auf die aktuelle Sommersession der Eidgenössischen Räte. Es sind noch zwei Motionen hängig, die verlangen, dass die Erwerbsersatzentschädigung für diesen Sektor fortgeführt wird.»

Marcel Roos von V-Tech setzt auf das Prinzip Hoffnung: «Im Moment sind wir optimistisch. Aber man hat keine Sicherheit. Falls die Fallzahlen wieder steigen, und die Massnahmen wieder verschärft werden, wird es schwierig. Falls sich die Zahlen aber auf dem aktuellen Stand einpendeln, denke ich schon, dass die eine und andere Veranstaltung wieder stattfindet.»

Regionaljournal Zentralschweiz, 03.06.2020, 12:03 Uhr;;

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