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Explosionen mitten in Luzern Gletschergarten sprengt einen Erlebnisweg in den Felsen

Ein Felsenweg soll die neue Attraktion des Gletschergartens werden. Doch bis es soweit ist, knallt es noch tüchtig.

Der Luzerner Gletschergarten bietet ab 2021 eine neue Attraktion: einen Rundgang durch das Felsinnere. Eine Zeitreise ein paar Millionen Jahre zurück soll das werden, vorbei an den Spuren eines versteinerten Strandes.

Doch bis es soweit ist, knallt es noch einige Male. Vor drei Monaten begannen Bauarbeiter mit der Sprengung eines Erschliessungs-Stollens; er soll als Basis für die Erstellung des Rundgangs dienen.

Sprengen trotz Wohnhäusern in der Umgebung

«Sprengungen in einer Stadt, das ist aussergewöhnlich», sagt Bauleiter Roman Cavegn. «Aber es funktioniert, auch wenn sich rundherum Häuser befinden und Menschen wohnen.»

Allerdings sei man gezwungen, langsamer zu arbeiten - sprich: Mit weniger starken Sprengladungen als sonst üblich. Sonst könnten die Erschütterungen zu Schäden an Gebäuden führen.

Eine grosse Tunnelbohrmaschine vor einem Stollen.
Legende: Markus Föhn/SRF

Der Eingang zum Stollen wird während der Sprengung mit einem schweren Vorhang geschlossen - damit soll verhindert werden, dass Gestein durch die Explosion nach draussen geschleudert wird. Wenn sich die Abgase nach der Sprengung verflüchtigt haben, wird das Geröll aus dem Stollen geholt.

Eine Felsbohrmaschine die von einem Maschinisten in Leuchtkleidung gefahren wird.
Legende: Markus Föhn/SRF

Vor jeder Sprengung werden mit einer speziellen Bohrmaschine an ausgewählten Stellen Löcher in den Standstein gebohrt. Darin platzieren Bauarbeiter dann die Sprengladungen. Zum Einsatz kommt dabei Sprengstoff in Gel-Form, der in Patronen abgefüllt ist.

Ein Mann mir roter Leuchtweste und Stirnlampe steht in einem Tunnel im Felsen mit vielen gelben Zündschnüren in der Hand.
Legende: Markus Föhn/SRF

Die Kabel der verschiedenen Sprengladungen werden dann zusammengefasst und mit einem Kabel nach draussen geleitet. Durch einen elektrischen Impuls wird die Sprengung schliesslich ausgelöst. Zweimal jeden Tag. Und noch rund ein Jahr lang - erst dann wird der Rundgang soweit in den Fels gesprengt sein, dass Handwerker mit den Feinarbeiten beginnen können.

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