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Zukünftige Neugestaltung des Gebiets rund um den Bahnhof Luzern
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Freie Flächen umnutzen Durchgangsbahnhof Luzern: Chance für die Stadtentwicklung

Wenn der Durchgangsbahnhof gebaut wird, werden Flächen von der Grösse der Altstadt im Stadtzentrum frei.

Im ersten Halbjahr 2019 haben sowohl der Ständerat, als auch der Nationalrat die Wichtigkeit eines Durchgangsbahnhofes in Luzern bestätigt. Damit rückt die Realisierbarkeit dieses Jahrhundertprojektes näher.

Grosse Flächen werden frei

Das Bauprojekt wird vor allem das Stadtzentrum in Luzern grundlegend verändern. Mit dem verbesserten Bahnangebot wird die Personenfrequenz im Bahnhofumfeld deutlich steigen. Damit diese bewältigt werden kann, müssten die Umsteigemöglichkeiten auf Bus, Velo und Auto, die Zugänge zum Bahnhof und somit der Bahnhofplatz völlig neu geplant werden, teilte der Luzerner Stadtrat am Dienstag mit.

Dadurch werden oberirdische Gleisflächen in der Grössenordnung von acht Fussballfeldern frei, die aus betrieblichen Gründen nicht mehr benötigt werden. Sie können neu genutzt werden – eine einmalige Chance, mitten in Luzern einen neuen Stadtteil zu entwickeln.

«Nun können wir schauen, wo was sinnvoll wäre. Sicher ist, dass es Platz geben wird für Wohnen, Arbeiten und Freiflächen. Aber auch der Bahnhof und der Platz davor werden umgestaltet und den zukünftigen Bedürfnissen, wie grössere Pendlerströme, angepasst», sagt Baudirektorin Manuela Jost gegenüber SRF News.

3,16 Millionen für Testplanung

Um eine genauere Vorstellung zu entwickeln, welche Nutzungen und Funktionen rund um den Bahnhof in Zukunft sinnvoll sind und welche Lösungen es dafür braucht, will der Stadtrat im nächsten Jahr eine Testplanung starten. Er beantragt deshalb dem Parlament einen Sonderkredit von 3,16 Millionen Franken.

Ein Ziel der Testplanung ist es, aufzuzeigen wie die flächen- und energieeffizienten Verkehrsmittel (Fuss-, Velo- und Busverkehr) gefördert werden können. Interdisziplinär zusammengesetzte Teams sollen darstellen, wie der Bahnhof und seine Umgebung künftig als Mobilitätsdrehscheibe der Stadt und der Region Luzern funktionieren könnte. Dieses Zukunftsbild soll dann im Herbst 2020 in einem öffentlichen Mitwirkungsprozess diskutiert werden.

«Auch wenn der Durchgangsbahnhof eine grosse Chance für die Stadt Luzern und die Zentralschweiz darstellt, während der langen Bauphase wird es rund um den Bahnhof Baustellen, Installationsplätze und Einschränkungen geben, die den Tourismus und den Öffentlichen Verkehr beeinträchtigen», sagt Jost weiter.

Die Testplanung bezieht sich sowohl auf die rund zehnjährige Bauphase, als auch auf die Zeit nach der Eröffnung des Durchgangsbahnhofes. Ende 2021 soll dann ein Entwicklungsprozess dem Stadtparlament vorgelegt werden.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Ob alle bisherigen oberirdischen Geleise, Perronflächen, Güterbahnhof-Anlage, Abstellgeleise und das ganze Depotgelände tatsächlich überflüssig sein werden, wenn ein unterirdischer neuer Bahnhof gebaut wird, glaube ich (und wahrscheinlich auch die SBB!) nicht! Es sind meiner Ansicht nach (als ehemaliger Eisenbahner, notabene!) Theoretiker und Stadtbau-Experten, die solche Aussagen (unfachmännisch und anabgeklärt) äussern!
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