600 Jahre Niklaus von Flüe Gedenkspiel mit Visionen von Bruder Klaus

Als ein Höhepunkt des Gedenkjahres geplant ist das Theater «vo inna uisä» («von innen nach aussen»), das am Mittwoch in seinen Grundzügen vorgestellt wurde. Das als «Visionsgedenkspiel» bezeichnete Stück wurde von Paul Steinmann geschrieben und orientiert sich an Visionen des Mystikers.

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Bildlegende: «Er hatte eine unglaublich Ausstrahlung» sagt der Regisseur Geri Dillier. Lisa Jörg/SRF

Dargestellt würden mit Spielszenen, Projektionen, Musik und Gesang die äussere und innere Welt des Eremiten, teilten die Organisatoren mit. Es handle sich somit nicht um ein Historienstück, eine Biografie oder ein Festspiel.

«  Wir möchten uns an den Mensch und Mystiker Bruder Klaus annähern.  »

Geri Dillier
Regisseur Gedenkspiel «vo innä uisä»

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Der Heilige Bruder Klaus

Niklaus von Flüe lebte von 1417 bis 1487. Er gehörte zeitweise zum höchsten Führungszirkel Obwaldens. Mit seiner Frau Dorothea Wyss hatte er zehn Kinder. Mit 50 Jahren entsagte er seinem bisherigen Leben, verliess die Familie und wurde Einsiedler in der Ranft bei Sachseln. Die dort errichtete Kapelle ist noch heute eine wichtige Pilgerstätte.

Dem Weg von Bruder Klaus werde mit Texten von Zeitgenossen, Bildern, Klängen und Gesängen nachgegangen, beschreibt Regisseuer Geri Dillier das Gedenkspiel.

Das Stück, geschrieben von Paul Steinmann, wird in einem eigens erstellten Aufführungspavillon auf einer Wiese zwischen Sachseln und Flühli-Ranft mit Laienschauspielern aufgeführt. Der Pavillon bietet 270 Zuschauern Platz, geplant sind zwischen dem 19. August und 30. September 41 Aufführungen. Erwartet werden 11'000 Besucher.

«  Für mich ist er ein grosses Geheimnis, aber auch eine grosse Faszination.  »

Geri Dillier
Regisseur Gedenkspiel «vo innä uisä»

Obwalden misst dem 600. Geburtstag von Bruder Klaus grosse Bedeutung bei. Dem Trägerverein der Jubiläumsfeierlichkeiten gehören auch Vertreter des Kantons und der katholischen Kirche an. Auch die Post gibt zum Gedenkjahr eine Marke mit Bruder-Klaus-Sujet heraus. Nach 1929 und 1937 kommt somit zum dritten Mal eine Sonderbriefmarke in Umlauf, die Niklaus von der Flüe gewidmet ist.