Zum Inhalt springen

Gefahr von Waldbränden steigt Mottbrand in Alpthal - bei Feuerwehren steigt Anspannung

In einem Waldgebiet oberhalb des schwyzerischen Alpthals hat es gebrannt. Wegen anhaltender Trockenheit dürfte sich die Gefahrensituation in der gesamten Zentralschweiz zuspitzen.

Legende: Audio Bei den Zentralschweizer Feuerwehren steigt die Anspannung abspielen. Laufzeit 3:38 Minuten.
3:38 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 26.07.2018.

Es waren Passanten, die den Mottbrand am Donnerstag bemerkten und meldeten. Wie die Kantonspolizei Schwyz mitteilt, war die Fläche des Brandes im Gebiet Zwüschet-Mythen in Alpthal mehrere Quadratmeter gross.

Ein Helikopter der Kantonspolizei Zürich habe darauf einen Rekognostizierungsflug unternommen; bei den Löscharbeiten seien die Schwyzer Einsatzkräfte dann von einem zivilen Helikopter unterstützt worden.

Waldbrandgefahr steigt weiter an

Weshalb das Feuer ausgebrochen ist, ist unklar. Klar ist hingegen: Die Trockenheit hält die kommenden Tage an. Damit steigt in den Zentralschweizer Wäldern die Gefahr von Waldbränden - und bei den zuständigen Behörden die Anspannung.

Etwa bei Urs Schönbächler, Feuerwehrinspektor des Kantons Schwyz. «Bei den aktuellen Waldbränden in Schweden sieht man, welche Ausmasse so etwas annehmen kann, ohne dass jemand damit gerechnet hätte», sagt er.

Übungsanlagen, in denen sich die Bekämpfung eines Waldbrandes trainieren liesse, gibt es nicht.
Autor: Urs SchönbächlerFeuerwehrinspektor des Kantons Schwyz

Die Feuerwehren versuchen sich vorzubereiten. Auch wenn dies nur theoretisch möglich sei, sagt der Schwyzer Feuerwehrinspektor Urs Schönbächler: «Übungsanlagen, in denen sich die Bekämpfung eines Waldbrandes trainieren liesse, gibt es nicht. Wir sind auf Rapporte von früheren Ereignissen oder auf Erfahrungen von anderen Feuerwehren angewiesen.»

Immerhin: Diese Erfahrungen - etwa aus dem Kanton Wallis, wo es im Hitzesommer 2003 oberhalb von Leuk zu einem grossen Waldbrand kam - helfen den Zentralschweizer Feuerwehren dabei, Einsatzpläne zu erstellen und zu definieren, wie sie bei Bränden in Wäldern vorgehen müssten.

«In diesen Plänen sind Wasserquellen und Zufahrtswege festgehalten», sagt der stellvertretende Luzerner Feuerwehrinspektor Alois Krähenbühl. Allerdings müssten diese Pläne wegen der aktuellen Trockenheit wieder überprüft werden.

Wenn nichts mehr hilft, müssen Löschhelikopter ran

Lässt sich kein Löschwasser zu einem Brandherd schaffen, bieten die Feuerwehren Löschhelikopter auf - bei besonders gravierenden Bränden können sie auf Helikopter der Luftwaffe zurückgreifen. Diese sind in der Lage, Löschwasser von einem weit entfernten Ort heranzufliegen.

Soweit sollte es allerdings nicht kommen, glaubt Alois Krähenbühl. Seit Mittwoch gilt in allen Zentralschweizer Kantonen ein Feuerverbot in Wäldern und an Waldrändern. Solange dieses Verbot eingehalten werde, müsse man keine Bedenken haben, so Krähenbühl.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Es ist höchste Zeit, dass bei dieser Trockenheit - nicht nur dort, wo ein generelles Feuerverbot verhängt worden ist - draussen maximale Vorsicht im Zusammenhang mit Feuer walten gelassen wird. Denn die Waldbrände u.ä. werden oft aus Fahrlässigkeit entfacht. Das Wissen um diese Gefahren ist vorhanden, nun aber sind in dieser Hinsicht das Denken und Handeln der Leute gefragt. Hoffen wir, dass kaum neue Waldbrände entstehen werden: Den Tieren, Pflanzen und Menschen zuliebe.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen