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Marsch gegen Abtreibungen Geplante Demonstration bleibt in Kerns und Sachseln verboten

Der Obwaldner Regierungsrat hat den Rekurs der Organisatoren abgewiesen. Bei früheren Märschen war es zu Tumulten gekommen.

Demonstration gegen Abtreibungen im September 2015 in Zürich Oerlikon.
Legende: Bei einer Kundgebung 2015 in Oerlikon marschierten zahlreiche Personen aus christlichen und konservativen Kreisen auf. Screenshot SRF

Der Verein «Marsch fürs Läbe» wollte am Bettag vom 17. September in Obwalden einen Gedenkmarsch veranstalten. Doch die Gemeinden Kerns und Sachseln verwehrten dem Verein eine Bewilligung. Der Verein setzt sich gemäss eigenen Angaben für den uneingeschränkten Schutz und die Förderung des Lebens vom Mutterleib bis zum Sterbebett ein.

Nun schiebt auch der Obwaldner Regierungsrat einen Riegel: Die Durchführung der Veranstaltung «Bäte fürs Läbe» sei angesichts der zu erwartenden Gegendemonstrationen nicht mit dem kantonalen Ruhetagsgesetz vereinbar. Ein weiterer Grund für das Nein sei das grosse Pilgeraufkommen am Bettag im Flüeli-Ranft wegen des Jubiläumsjahrs «600 Jahre Niklaus von Flüe».

Damit gewichte der Regierungsrat die Interessen unbeteiligter Pilger und Reisender höher als das Recht des Vereins an der Durchführung der Veranstaltung.

Anlass in Obwalden findet nicht statt

Der Entscheid des Regierungsrats ist noch nicht rechtskräftig. Beim Verwaltungsgericht des Kantons Obwalden kann dagegen Beschwerde erhoben werden.

Klar ist aber bereits, dass der geplante Anlass in Obwalden nicht durchgeführt wird, wie der Verein auf Anfrage mitteilte. Über das weitere Vorgehen und allfällige Alternativen werde das Organisationskomitee beraten.

Zu früheren Kundgebungen der Bewegung in Bern und in Zürich marschierten oft über tausend Personen aus christlichen und rechtskonservativen Kreisen auf. Die Polizei war jeweils mit einem Grossaufgebot präsent. Es kam zu Gegenkundgebungen und Störaktionen.

Legende: Video Strafverfahren gegen Polizisten abspielen. Laufzeit 02:22 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 25.01.2017.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Liechti (Walimann)
    Eigentlich wäre die Abtreibungsfrage kein Problem: Frauen, welche gegen Abtreibung sind, werden ihre ungewollten Schwangerschaften in jedem Falle austragen. Jene, welche für Abtreibung sind, werden ihre ungewollten Kinder in den ersten 12 Schwangerschaftswochen legal abtreiben. Beide Lager sollten die Meinung der Andersdenkenden ohne Wenn und Aber akzeptieren. Dann bräuchte es keinerlei Demonstrationen mehr, welche oft in Tumulten enden.
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  • Kommentar von Walter Liechti (Walimann)
    Eigentlich wäre die Abtreibungsfrage kein Problem: Frauen, welche gegen Abtreibung sind, werden ihre ungewollten Schwangerschaften in jedem Falle austragen. Jene, welche für Abtreibung sind, werden ihre ungewollten Kinder in den ersten 12 Schwangerschaftswochen legal abtreiben. Beide Lager sollten die Meinung der Andersdenkenden ohne Wenn und Aber akzeptieren. Dann bräuchte es keinerlei Demonstrationen mehr, welche oft in Tumulten enden.
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