«Gerade weil wir streiten, werden wir eine Lösung finden»

Das Luzerner Theater soll Hauptnutzer des geplanten Musiktheaters Salle Modulable werden. Aber ausgerechnet das Theater äussert öffentlich Kritik: Das Projekt entspreche nicht seinen Bedürfnissen. Stiftungsratspräsidentin Birgit Aufterbeck ist aber zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werde.

Die Stiftungsratspräsidentin des Luzerner Theaters, Birgit Aufterbeck. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Birgit Aufterbeck verlangt im Interesse des Luzerner Theaters Verbesserungen bei der Salle Modulable. SRF/Lisa Jörg

Im Leistungsauftrag des Luzerner Theaters ist festgeschrieben, dass das Theater eigene Produktionen auf die Bühne bringen müsse. Es dürfen also nicht nur Gastspiele und Fremdproduktionen aufgeführt werden.

Die dafür benötigte Infrastruktur finde sich aber nicht im Konzept, das die beauftragte Firma Arup für die Salle Modulable im Februar vorgelegt hat, kritisierte die Stiftungsratspräsidentin Birgit Aufterbeck an der Medienorientierung zu den Projektierungskrediten von Stadt und Kanton Luzern von insgesamt 10 Millionen Franken.

Im Gespräch mit Radio SRF zeigt sich Birgit Aufterbeck aber optimistisch. Es sei zwar extrem anspruchsvoll, die Bedürfnisse aller Nutzer des Hauses unter einen Hut zu bringen. Besonders, weil mit der bedingten Schenkung des Mäzens weitere Ansprüche formuliert seien. «Aber gerade weil wir streiten, werden wir an einen Punkt kommen», sagt Aufterbeck.

«Die Zeit wird reichen»

Jetzt versuche das Theater, die für seinen Betrieb notwendige Infrastruktur noch unterzubringen. Letzte Woche hat zum ersten Mal ein gemeinsamer Workshop stattgefunden. Sie sei zuversichtlich, dass man rechtzeitig eine Lösung finden werde, so dass sich die Politik und die Bevölkerung eine Meinung bilden können. Die Zeit drängt, denn bereits im November wird die Stadtbevölkerung über den Standort und den Baurechtsvertrag abstimmen.