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Gesamterneuerungswahlen Luzern 9 kandidieren für die Regierung - 800 für den Kantonsrat

Um einen Sitz im fünfköpfigen Regierungsrat bewerben sich acht Kandidaten und eine Kandidatin. Für die Regierungsratswahlen sind 28 Listen eingereicht worden.

Legende: Audio So könnten die Wahlen in die Regierung ablaufen abspielen. Laufzeit 04:01 Minuten.
04:01 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 28.01.2019.

Mit dem Eingabeschluss hat der Wahlkampf im Kanton Luzern begonnen. Bis um 12 Uhr konnten sich Kandidatinnen und Kandidaten auf der Staatskanzlei melden. Nun ist klar, wieviele Personen antreten zu den Regierungsratswahlen am 31. März. Folgende 9 Kandidierende möchten einen Sitz in der Luzerner Regierung ergattern:

  • Marcel Schwerzmann, parteilos, Finanzdirektor, Kriens, bisher
  • Guido Graf, CVP, Gesundheits- und Sozialdirektor, Pfaffnau, bisher
  • Reto Wyss, CVP, Bildungs- und Kulturdirektor, Rothenburg, bisher
  • Paul Winiker, SVP, Justiz- und Sicherheitsdirektor, Kriens, bisher
  • Fabian Peter, FDP, Inwil, neu
  • Jörg Meyer, SP, Adligenswil, neu
  • Korintha Bärtsch, Grüne, Luzern, neu
  • Roland Fischer, Grünliberale, Udligenswil, neu
  • Rudolf Schweizer, Parteilose Schweizer, Luzern, neu

Für die Regierungsratswahlen sind 28 Listen eingereicht worden. Die Wahlvorschläge für das 120-köpfige Kantonsparlament will die Staatskanzlei im Verlauf des weiteren Tages bekannt geben, heisst es in einer Mitteilung.

Die Ausgangslage für die Regierungsratswahlen

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Vier von fünf Sitzen dürften bereits vergeben sein. Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf von der CVP wird die Wahl locker schaffen – er erreichte bereits bei den Wahlen 2011 und 2015 jeweils das beste Resultat aller Kandidierenden. Auch sein Parteikollege Reto Wyss kam immer auf gute Werte und wird ebenfalls vom Bonus als Bisheriger profitieren können.

Justiz- und Sicherheitsdirektor Paul Winiker kann dem Wahltag ebenfalls entspannt entgegenblicken – die SVP hat klar Anspruch auf einen Sitz in der Regierung. Dies gilt auch für die FDP, die neu mit Fabian Peter antritt. Er ist über die Parteigrenzen hinweg respektiert als Kantonsrat und Unternehmer und dürfte die Wahl ebenfalls locker schaffen.

Um den fünften Sitz wird es einen Zweikampf geben – voraussichtlich in einem zweiten Wahlgang – zwischen dem Luzerner Finanzdirektor Marcel Schwerzmann und dem SP-Kandidaten Jörg Meyer. Marcel Schwerzmann hat als Parteiloser eine herausfordernde Ausgangslage. Er hatte vier schwierige Jahre – Stichwort: budgetloser Zustand 2017.

Trotzdem wird es Herausforderer Jörg Meyer schwer haben. Die SP ist in einem zweiten Wahlgang auf die klare Unterstützung der CVP angewiesen – FDP und SVP sind sehr zufrieden mit der bürgerlichen Finanzpolitik von Marcel Schwerzmann. Die SP hat mit den Verbilligungen der Krankenkassenprämien und dem Bundesgerichtsentscheid zwar das perfekte Wahlkampfthema. Aber wahrscheinlich wird ihr das mehr helfen bei den Wahlen ins Kantonsparlament als bei den Wahlen in die Regierung.

Korintha Bärtsch von den Grünen – sie die einzige Frau, die Antritt zur Wahl in die Regierung – und Roland Fischer von den Grünliberalen werden kaum Chancen haben. Sie werden aber durch ihren Wahlkampf Werbung machen können für ihre Parteien. Aussichtslos ist die Kandidatur von Rudolf Schweizer – er trat bereits für verschiedene Ämter an, scheiterte aber jeweils klar.

Grossandrang in den Kantonsrat

Um die 120 Sitze im Kantonsparlament bewerben sich nach provisorischen Angaben der Staatskanzlei in den sechs Wahlkreisen 803 Personen auf 61 Listen. Dies sind 172 mehr als vor vier Jahren (631).

Die Namen der Kandidierenden auf den Kantonsratslisten werden voraussichtlich an diesem Freitag publiziert. Gewählt wird im Proporzverfahren. Aktuell sind sechs Parteien im Parlament vertreten: CVP (38 Sitze), SVP (29), FDP (25), SP (16), Grüne (7) und GLP (5).

Die Gesamterneuerungswahlen finden am 31. März statt.

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